
Persönlichkeiten aus Österreich
Aus Kulinarik, Handwerk, Musik und Natur
Einleitung
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Die folgenden Persönlichkeiten werden regelmäßig von Austria Tourism in Kooperation mit den Tourismusorganisationen der Bundesländer ergänzt.
Wir unterstützen von Deutschland und der Schweiz aus Journalist:innen, Influencer:innen und Multiplikator:innen bei ihrer Berichterstattung rund um das Thema „Urlaub in Österreich“.
Aktuelle Sommer- und Winter-Neuigkeiten zum Download:
Der Schmiedekünstler Josef Eybl
In seinem 2022 erschienenen Buch schreibt Josef Eybl: „Ich war Wildwasserpaddler, Paragleiter, habe als Flieger den Privat-Pilotenschein. Aber auf die Welt gekommen bin ich, um ein Schmied zu werden.“
Diesen Traum erfüllte sich der Mostviertler im Jahr 1990, als er in Ybbsitz an der Eisenstraße den heutigen Eyblhammer kaufte und renovierte. Seither widmet sich der Sepp, wie ihn alle nennen, dem Schmieden und der Fertigung von Kunstvollem aus Eisen.
Regelmäßig bietet er Schmiedekurse und Schauvorführungen an und trägt so wesentlich dazu bei, die Schmiedetradition der Region lebendig zu halten.
Der Trockensteinbauer Rainer Vogler
Wer die Wachau besucht, sieht sie überall: Trockensteinmauern schützen die teils steilen Weingärten. Zeile für Zeile schwingen sich die Hänge hinauf, prägen das Landschaftsbild und sind der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.
Errichtet werden sie wie ein Puzzle mit aufeinander abgestimmten Steinen und Erde. Das Handwerk ist in der Wachau seit dem 12. Jahrhundert überliefert und seit 2021 Teil des immateriellen Kulturerbes Österreichs.
Wer die Kunst des Trockensteinmauerbaus erlernen will, wendet sich am besten an Rainer Vogler. Vor über 20 Jahren stellte der Lehrer an der Weinbauschule in Krems fest, dass es kaum mehr Menschen gibt, die Trockensteinmauern bauen können. So beschloss er, das Handwerk wieder zu beleben, eignete sich die Fachkenntnisse an und gibt seither Kurse für Interessierte.
Der Traditionshandwerker Gerald Witti
Gerald Witti versteht sich auf ein besonders traditionsreiches und heute selten gewordenes Handwerk: Gemeinsam mit seinem Vater Anton baut er Zillen in Hofkirchen im Oberen Donautal, und das schon in neunter Generation.
Bevor Gerald Witti in das Familienunternehmen einstieg, absolvierte er in Linz eine Höhere Technische Lehranstalt. Seither baut er vorwiegend aus Lärchen- oder Fichtenholz die schmalen Boote, die es in verschiedenen Ausführungen gibt.
Das Sortiment von Familie Witti umfasst Fluss-, Ruder-, Motor-, Fischer-, Feuerwehr- und Ausflugszillen, um nur einige zu nennen. Wie es sich anfühlt, in einer der kippstabilen Zillen aus dem Hause Witti zu fahren, können Interessierte in Leih-Zillen ausprobieren. Diese Zillen sind praktischerweise mit einem Außenbordmotor ausgestattet.
Die Dirndlschneiderin Monika Trickl
Dirndl trägt Monika Trickl seit ihrer Kindheit. Sie wuchs auf einem Bauernhof auf und entschied sich nach ihrer Schulzeit, eine Schneiderlehre zu absolvieren. Nach zahlreichen Praxisjahren und der Meisterprüfung eröffnete sie 2019 in Eugendorf ihre eigene Schneiderei.
Seither fertigt sie Dirndl nach Maß und mit viel Liebe zum Detail. Auch Trachtengilets für Herren entstehen in ihrer Manufaktur. Die Stoffe wie Baumwolle, Leinen, Seide und Samt bezieht sie vorwiegend aus österreichischen und deutschen Manufakturen.
Für ein einfaches Dirndl braucht die Meisterin rund zehn Stunden. Aufwendig gestaltete Festtagsdirndl mit Details wie „Froschgoscherln“ (speziell geformte Rüschenbänder), Borten und Stickereien nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Der Einsatz lohnt sich für die Schneiderin und auch für die Trägerinnen: Aus hochwertigen Stoffen gefertigte Dirndl kommen nie aus der Mode und halten schier ewig.
Die Gemüse liebende Köchin Stefanie Sonnleitner
Kochen spielte im Leben von Stefanie Sonn leitner immer schon eine wichtige Rolle. Ihre Mutter, die Spitzenköchin Sissy Sonnleitner, führte gemeinsam mit Stefanies Vater das Restaurant Kellerwand in Kötschach-Mauthen. Dort kochten Mutter und Tochter einige Jahre gemeinsam. Eine Zeit lang war Stefanie auch im Service tätig.
2019, wenige Jahre nach dem Tod des Vaters, entschieden sie sich, das Restaurant zu schließen. Ihren neuen Arbeitsplatz fand Stefanie Sonnleitner, die immer schon ein großes Faible für die vegetarisch-vegane Küche hatte, im Biohotel Daberer. Dort kann sie seither als Sous-Chefin ihre Leidenschaft für die Gemüseküche ausleben und betreut den hoteleigenen Gemüsegarten.
Tipps und Tricks aus der Gemüseküche verrät Stefanie Sonnleitner regelmäßig bei Kochworkshops, die sie gemeinsam mit Küchenchef Florian Bucar leitet.
Die aufstrebende Küchenchefin Lisa Morent
Lisa Morent stand schon als Schülerin in der Gasthausküche ihrer Eltern am Herd. Für sie war es der logische Weg, eine Ausbildung zur Köchin zu absolvieren.
Nach den Lehrjahren in Vorarlberg kehrte sie in ihre Heimat Zöblen im Tannheimer Tal zurück und bringt seither frischen Wind in die Küche und ins Konzept des traditionsreichen Familienbetriebs s’Morent.
Als geprüfte Käsekennerin und Sommelière verbindet sie fundiertes Fachwissen mit großer Neugier und Kreativität. Sie stellt herausragende Produkte in den Mittelpunkt und erzählt mit ihren Gerichten Geschichten, die die Topografie und den Charakter des Tannheimer Tals widerspiegeln.
Die kooperationsfreudigen Unterwirtinnen
Katrin und Sabrina Steindl führen den Unterwirt in Ebbs mit einer klaren Vision: Gastlichkeit ist für sie gelebte Gemeinschaft. Als Gastgeberinnen setzen sie bewusst auf Vernetzung, Austausch und Sichtbarkeit – insbesondere für Female Chefs und Frauen in der Gastronomie.
Ihr Haus verstehen sie nicht nur als Restaurant, sondern als offenen Raum für Dialog, Kulinarik und neue Perspektiven. Mit starkem Fokus auf Community fördern die Unterwirtinnen Kooperationen, Events und Formate, die Frauen in der Küche und im Gastgewerbe stärken. Damit schaffen sie einen Ort, an dem zeitgemäße Gastronomie, Haltung und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich zusammengehören.
Der prämierte Bartender Andreas Hotter
Andreas Hotter führt den Englhof in Zellberg im Zillertal in dritter Generation. Doch er ist nicht nur Hotelier, sondern auch ein äußerst talentierter, mehrfach ausgezeichneter Bartender. Er war 2016 österreichischer Staatsmeister im Bartending und erreichte bei den Weltmeisterschaften den dritten Platz. 2017 und 2018 erhielt er den Mixology Bar Award.
Das renommierte Mixology Magazin und der Falstaff-Verlag kürten seine Bar zur besten Hotelbar Österreichs, ihn selbst zum innovativsten Bartender. Die Jurys loben Andreas Hotters „Alpine Mixology“. Was darunter zu verstehen ist, zeigt ein Blick auf die Barkarte.
Dort finden sich zum Beispiel eine Rote Beete Colada, ein Cocktail mit Moosbeeren und Joghurt oder ein Alpine Negroni, zubereitet mit Bränden von Vogelbeere, Enzian und Zirbe sowie Preiselbeeren.
Die begnadete Gastgeberin Susanne Dorfer-Bacher
2014 übernahm Susanne Dorfer-Bacher ein großes Erbe: die Leitung des Landhaus Bacher in Mautern, eine der besten Gourmetadressen Österreichs. Den Erfolg des Restaurants be gründeten ihre Eltern: die großartige Köchin Lisl Wagner-Bacher und der Weinexperte Klaus Wagner.
Für Susanne Dorfer-Bacher war es klar, eine Karriere in der Gastronomie einzuschlagen. „Service ist ein so schöner Beruf“, sagt sie. Zudem absolvierte sie eine Ausbildung als Sommelière. Ihre Expertise als Gastgeberin zeichnete unter anderem das Fachmagazin Rolling Pin aus.
2023 wurde Susanne Dorfer-Bacher zur „Maitre des Jahres“ gekürt. Das kulinarische Erbe führt Susannes Mann Thomas Dorfer weiter. Seit 2004 leitet der hochdekorierte Könner die Küche. 2006 heirateten Susanne und er. Beiden gelingt es mit Bravour, die Spitzenposition zu behalten und mit neuen Akzenten zu erfüllen. Küche und Service tragen fünf Gault-Millau-Hauben und zwei Michelin-Sterne.
Die Meisterköchin Theresia Palmetzhofer
Für Theresia Palmetzhofer war früh klar, dass sie Köchin werden wollte. Ihre Mutter hat sie dazu inspiriert. Bevor Theresia 2016 in ihrem Elternhaus in Neuhofen an der Ybbs das Restaurant „Zur Palme“ eröffnete, sammelte sie Kocherfahrungen in Italien, Spanien, Dänemark und in Wien.
Heute verbindet sie gekonnt Internationales mit Regionalem. Von Alpenfisch über biozertifiziertes Gemüse, Obst und Beeren bis hin zu Pilzen und edlen Ölen stammt alles aus der nahen Umgebung. Was die junge Frau in ihrer Küche zaubert, überzeugt Genießer:innen.
Theresia Palmetzhofer trägt seit mehreren Jahren drei Gault-Millau-Hauben. 2023 kürte sie das österreichische Fachmagazin Rolling Pin zur „Köchin des Jahres“, 2024 zählte sie zu den 100 Best Chefs in Österreich. Der Guide MICHELIN, seit 2025 wieder in Österreich präsent, spricht eine Empfehlung für ihr Restaurant aus.
Die Soulfood Könnerinnen Jaqueline und Carolyn Herzog
Jaqueline studierte Englisch und Italienisch, Carolyn Architektur. Beide hatten immer schon ein Faible fürs Kulinarische. Jaqueline führte eine Alm, auf der sie alles selbst machte, vom Brot über die Butter bis zum Frischkäse. Carolyn übte sich im Fermentieren. Als sich 2021 in Maria Alm am Fuße des Hochkönigs ein Restaurant zur Übernahme anbot, griffen die Schwestern zu und gründeten das etwas andere Wirtshaus „Die Herzogin“.
Alles, was sich selbst machen lässt, bereitet seither Jaqueline in der Küche zu. Carolyn sorgte für die Innenraumgestaltung, ist als Gastgeberin und Sommelière im Einsatz. Lebensmittel und Getränke beziehen die beiden von handverlesenen Produzent:innen. Ist etwas nicht in der Region erhältlich, beispielsweise Salsiccia oder Chorizo, entwickeln sie mit den Hersteller:innen regionale Alternativen. Heute ist „Die Herzogin“ eine der ersten Gourmetadressen in Maria Alm. Gault Millau honoriert das Engagement mit einer Haube.
Der Tee liebende Spitzenkoch Klemens Gold
„Zu dieser Zeit war Hefe quasi mein Haustier“, schreibt Klemens Gold (ehemals Klemens Schraml) auf seiner Website. Als ausgebildeter Koch zog er in jungen Jahren durch die Welt und liebte es besonders, sich mit mikrobiologischen Vorgängen zu beschäftigen.
2018 übernahm er das elterliche Gasthaus Rau in Großraming und widmet sich seither der „nature based cuisine“. Mit großem Erfolg: Seine Küche trägt vier Gault-Millau-Hauben sowie einen klassischen und einen grünen MICHELIN-Stern. 2019 hatte Klemens Gold die Idee, ein alkoholarmes Getränk herzustellen, und gründete in Großraming die erste Teekellerei.
Mit „Combuchont“ erzeugt er kalt abgefüllte Teegetränke mit der Haltbarkeit von Wein und einem Alkoholgehalt von zwei bis drei Volumprozent. Im März 2025 eröffnete er Österreichs ersten Teegarten und kultiviert nun auf einer Fläche von rund zwei Hektar die klassische Teepflanze Camellia sinensis.
Josef Zotter übergibt an seine Tochter Julia
Schokolade aus dem Hause Zotter und Josef Zotter, den Gründer, kennt in Österreich und wohl auch darüber hinaus fast jeder. Bald steht für ihn Neues an: Im März 2026 übergibt er die Schokoladen-Manufaktur an seine Tochter Julia.
Zur Schokolade kam Josef Zotter, der zuvor als Koch arbeitete und eigene Kaffeehäuser betrieb, in den 1990er-Jahren. 1999 gründete er seine Manufaktur in Riegersburg, die er zusammen mit seiner Frau Ulrike führt. Bekannt ist Zotter für ungewöhnliche Kreationen und ein Sortiment, das rund 700 Sorten umfasst.
Längst schon gibt es auch vegane und zuckeralternative Schokoladen. Die Zutaten sind selbstverständlich biozertifziert, fair gehandelt und mit reiner Kakaobutter gefertigt. Tochter Julia arbeitet seit 2014 im Unternehmen mit. Bei ihrer neuen Aufgabe als Chefin werden sie nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre beiden Geschwister unterstützen, die ebenfalls bei Zotter tätig sind.
Die Mostpionierin Karin Maleninsky
Mit gutem Geschmack hat Karin Maleninsky seit vielen Jahren zu tun. In ihrem früheren Berufsleben war sie Managerin im Textilhandel. Doch dann nahm ihre Leidenschaft für Most überhand.
Seit einigen Jahren führt sie gemeinsam mit ihrem Mann Robert den Stadtbauernhof Maleninsky in Enns. Gemeinsam verwandelten die beiden den Hof in eine moderne Kellerei. Mit viel Experimentierfreude und einem Gespür für besondere Geschmackskombinationen entwickelt hier Karin Maleninsky edle Seccos aus Äpfeln und Birnen.
Mit Erfolg, denn ihre Produkte erhalten immer wieder Auszeichnungen. Karin legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen und engagiert sich als Gründungsmitglied und Präsidentin der „MostTraun4tler“ für den Erhalt der Streuobstwiesen in Oberösterreich.
Die Donauwinzer Andrea und Stephan Greindl
Er absolvierte die Weinbauschule in Krems, sie studierte Betriebswirtschaft. Nach ihren Ausbildungen heirateten Andrea und Stephan Greindl im Jahr 2020 und beschlossen, Winzer zu werden.
Am Hof von Andreas Eltern in Naarn im Mühlviertel pflanzten sie die ersten Weingärten, abgestimmt auf das feuchte Donauklima durchwegs mit pilzwiderstandsfähigen PIWI-Trauben. Heute bewirtschaften sie 2,5 Hektar und freuen sich immer wieder über Auszeichnungen für ihre Weine.
Neben Weinen und Frizzante erzeugen die beiden auch Schnaps und Gin. Eine Schnapssorte entsteht beispielsweise aus dem Trester, der bei der Weinproduktion anfällt. Einblicke geben Andrea und Stephan bei Hofführungen und Verkostungen.
Der experimentierfreudige David Gölles
In der Manufaktur Gölles in Riegersburg, in der erstklassige Essige und Edelbrände entstehen, begann am 1. April 2025 eine neue Ära. Vater Alois Gölles übergab das Unternehmen an seinen Sohn David. David half schon als Kind gerne bei der Obsternte mit, später bei der Essigproduktion und beim Destillieren von Edelbränden.
Nach der Schulzeit studierte er an der Universität für Bodenkultur in Wien Lebensmittel- und Biotechnologie und arbeitete im Ausland. Im Frühjahr 2016 kam er mit breitgefächertem Wissen in seine Heimat zurück.
Während sein Vater vorwiegend Obst verarbeitet, konzentriert er sich auf Getreide, Zuckerrohrmelasse, auf würzende Kräuter und befasst sich mit Reifungsprozessen in Holzfässern. Aus diesen Zutaten entstehen Whisky, Rum, Gin und Wodka, allesamt hochgeschätzt und mit Preisen ausgezeichnet. Mit dem erweiterten Sortiment und frischen Ideen startet David Gölles in seine neue Zukunft.
Der kreative Land- und Forstwirt Gerhard Neuhold
Die Wurzeln des Schafmandl Hofs in Mariatrost bei Graz reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damit der Hof in Familienhand bleibt, entschied sich Gerhard Neuhold im Jahr 2012, ihn gemeinsam mit seiner Frau zu übernehmen.
Gerhard Neuhold suchte nach Alternativen zur traditionellen Milchwirtschaft und stellte den Hof auf biologische Bewirtschaftung um. Ergänzend zu den Kühen hält er seither auch Bienen und entwickelte sich zum leidenschaftlichen Imker. Seine Honige erzielen immer wieder Auszeichnungen.
Er selbst wurde 2019 zum „Imker des Jahres“ in der Steiermark gekürt. Ein weiteres Standbein ist die Forstwirtschaft. In einem der Wälder hat Gerhard Neuhold sogar eine Trüffelplantage angelegt. Auf Baumstämmen kultiviert er Shitake-Pilze. Beide Köstlichkeiten sind ein begehrtes Gut bei Gastronom:innen aus der Umgebung.
Der Vordenker Emanuel Moosbrugger
Nach 13 Jahren und Stationen auf der ganzen Welt kehrte Emanuel Moosbrugger 2013 in den elterlichen Betrieb in Bizau im Bregenzerwald zurück. Seither führt der Hotelfachmann und Sommelier das Biohotel Schwanen in der fünften Generation.
„Reduce to the max“ ist seine Devise. Seit dem jüngsten Umbau sorgt Erdwärme für Wärme und Kühle. Umweltfreundlicher Strom stammt aus Sonnenenergie. Den umfangreichen Maßnahmen verdankt das Hotel die Auszeichnung als klimapositives Hotel. Der Fokus auf Nachhaltigkeit zeigt sich auch an der von regionalen Handwerker:innen gefertigten Einrichtung und an der Küche.
Das Schwanen bezieht seine Produkte aus der nahen Umgebung, kocht bedingungslos biologisch und überwiegend nach der Lehre der Hildegard von Bingen. Zur Freude von Gourmets und Gourmet-Guides. Das Restaurant trägt drei Gault-Millau-Hauben, einen grünen Michelin-Stern sowie das Label „Bib Gourmand“ des Guide Michelin.
Die einfallsreiche Gastronomin Sarah Brückner
Sarah Brückner wuchs in Egg im Bregenzerwald auf und begeisterte sich schon als Kind für das Kochen. Nach ihrer Ausbildung zur Köchin sammelte sie Erfahrung als Marktleiterin in einem Lebensmitteleinzelhandel, bevor sie sich mit dem Restaurant „Sarah kocht“ im Posthaus Egg ihren Traum vom eigenen Lokal erfüllte.
Seit Dezember 2024 bietet sie dort eine Crossover-Küche, die regionale Zutaten mit internationalen Einflüssen verbindet. Besonders wichtig ist ihr die Qualität und Herkunft der Produkte, weshalb sie viele Zutaten direkt von regionalen Produzentinnen und Produzenten bezieht.
Ihre Speisekarte reicht von hausgemachter Pasta und mediterranen Meeresfrüchten bis hin zu klassischen österreichischen Gerichten wie Zwiebelrostbraten oder Tafelspitz. Im familiär geführten Restaurant gibt es täglich wechselnde Mittagsmenüs mit vegetarischer Variante, Nachmittags-Snacks und Kuchen sowie ein abwechslungsreiches À-la-carte-Abendangebot.
Der talentierte Koch Julian Stieger
Für das Restaurant Rote Wand Chef’s Table in Zug bei Lech am Arlberg war die Präsentation des Guide Michelin Österreich im Januar 2025 ein großer Tag. Der renommierte Gourmet-Guide zeichnete das Restaurant mit zwei Sternen aus.
Chefkoch Julian Stieger erhielt außerdem den „Young Chef Award“. Seit 2022 leitet der junge Mann die Küche im kleinen, feinen Restaurant. Erfahrungen sammelte er zuvor in den allerbesten Restaurants in Kopenhagen, New York, Niederösterreich und Wien. Begeistert war das Inspektorenteam von seinen „aufwendigen und zugleich aufs Wesentliche reduzierten Kombinationen“, so der Guide Michelin.
16 bis 19 Gänge umfasst das Menü, das Gäste im Rote Wand Chef’s Table speisen. Eine tragende Rolle spielen dabei regionale Produkte.
Gault-Millau-Wirte des Jahres 2025: Tanja und Tobias Schöpf
Seit 2024 führen Tanja und Tobias Schöpf die Wirtschaft Taube in Klösterle. Ihr regional fokussiertes Konzept ist so stimmig, dass Gault Millau ihnen drei Hauben und die Auszeichnung „Wirtshaus des Jahres 2025“ verlieh. Im kleinen Wirthaus sind nur die beiden tätig: Tanja sorgt fürs Wohl der Gäste. In der Küche zaubert Tobias Speisen, die die Tradition der Region einfallsreich schmeckbar machen. Gemüse und Obst gibt’s frisch, eingelegt oder fermentiert. Fleisch, Fisch, Käse und Milchprodukte stammen aus der Nähe.
Saisonale Spezialitäten wie Wild bezieht Tobias Schöpf von seinem Vater, der Berufsjäger ist. Kennengelernt hat sich das Gastronomenpaar, mittlerweile Eltern von zwei Kindern, bei der Arbeit in einem Hotel in Lech am Arlberg. Nach gemeinsamen Stationen, unter anderem im Fuxbau in Stuben am Arlberg, führte sie der Weg ins Klostertal, in dem Tobias Schöpf aufwuchs.
Die Pflanzenküchen Pionierin Larissa Andres
Larissa Andres zählt zu den prägenden Stimmen der vegetarisch-veganen Gastro nomie in Wien. Gemeinsam mit ihrem Partner Jonathan Wittenbrink führt sie das Fine-Di ning-Restaurant JOLA, das für seine kreative, rein pflanzliche Küche international Aufmerk samkeit erhält und im Guide Michelin empfoh len wird.
Mit dem Restaurant lara haben die beiden ihr Konzept erweitert: ein entspanntes All-Day-Dining-Restaurant mit vegetarisch veganer Küche, das Genuss und Zugänglich keit verbindet. In beiden Lokalen zeigt sich Andres’ Handschrift – modern, reduziert und konsequent pflanzenbasiert – und positioniert Wien als spannenden Hotspot für zeitgemäße vegetarische Küche.
Der Operettenintendant Thomas Enzinger
Thomas Enzinger bezeichnete Operette einst als „Hochglanz“ und „Sehnsuchtsort“ – ein Ort, an dem sich der gebürtige Wiener besonders wohlfühlt. Nach seiner Schauspielausbildung und Engagements an verschiedenen Bühnen zählt er heute zu den führenden Regisseuren im musikalischen Unterhaltungstheater.
Seit 2017 ist er Intendant und Geschäftsführer des Lehárfestivals in Bad Ischl, das 2026 sein 65-jähriges Jubiläum feiert. Mit modernen, schwungvollen Inszenierungen hält Enzinger das Genre lebendig und beliebt – beim Publikum wie in den Medien. Neben seiner Festivalarbeit ist er auch für TV-Produktionen tätig, leitet Workshops und schreibt Theater- sowie Kabarettstücke.
Beim 65. Lehárfestival (10. Juli bis 16. August 2026) bringt er drei Operetten auf die Bühne: Gräfin Mariza (Emmerich Kálmán), Boccaccio (Franz von Suppè) und Der Göttergatte (Franz Lehár).
Der Greifvogel-Experte Thomas Wechselberger
Thomas Wechselberger geht einer Disziplin nach, die seit 2010 zum immateriellen Weltkulturerbe zählt: Er ist Falkner und beherrscht die Kunst, mit Greifvögeln zu jagen. Die Falknerei lernte er von seinem Vater, und er hat schon im Alter von 12 Jahren damit begonnen.
Heute leitet Thomas Wechselberger die AdlerBühne Ahorn auf 2.000 Meter Höhe oberhalb von Mayrhofen im Zillertal. Hier bringt er im Sommer mit seinem Team Kindern und Erwachsenen Greifvögel wie Adler, Bussarde und Uhus näher.
In täglichen Vorführungen (Ruhetag Freitag) erleben die Zuschauenden die majestätischen Akrobaten der Lüfte in Aktion und erfahren von den Falknern Interessantes über die Lebensgewohnheiten der gefiederten Wildtiere. Im Winter können Interessierte täglich außer samstags die höchstgelegene Greifvogelstation Europas kostenlos besuchen und zwischen 11 und 14 Uhr beim Training zuschauen.
Die Gärtnerin Regina Metzer-Mattes
Im Jahr 2012 erfüllt sich Regina Metzer-Mattes ihren Jugendtraum: eine eigene Gärtnerei. Mit nur 23 Jahren machte sich die junge Frau in einer von Männern dominierten Branche selbstständig und öffnete reGREENa.
Zuvor hatte sie die Gartenbau-Fachschule in Langenlois absolviert und in Gärtnereien in Vorarlberg gearbeitet. Heute betreibt Regina mit ihrem rund zehnköpfigen Team eine Floristikabteilung, eine Gärtnerei und eine Baumschule in Andelsbuch im Bregenzerwald. Besonders viel Freude haben die Inhaberin und ihr Mann am Anbau von Gemüse.
Mit viel Leidenschaft bewirtschaften sie ein 4.500 m² großes Feld, auf dem verschiedenes GREENzeug wächst. Das regional erzeugte Gemüse erfreut sich großer Beliebtheit und ist fast immer ausverkauft.