
Wann 2026 die Gäste kommen
Einleitung
Es ist Ferienzeit. Eigentlich. Denn: Manche Betriebe stehen halbleer und fragen sich besorgt: „Wo bleiben nur die Gäste?“ Letztes Jahr um diese Zeit herrschte Hochbetrieb, heuer dagegen Grillenzirpen. Doch es gibt einen überraschend banalen Grund für das Ausbleiben der Gäste: Die Ferientermine unserer wichtigsten Herkunftsmärkte verschieben sich jedes Jahr ein wenig. Die Urlauber:innen bleiben also nicht aus, sie kommen einfach später. Oder früher.
Vergleiche von Monat zu Monat führen oft in die Irre
Wer also im März feststellt: „Die deutschen Gäste bleiben heuer völlig aus!“, sollte zuerst einen Blick in den Ferienkalender werfen. 2024 fielen die Osterferien in den März, 2025 in den April. Schon ein Unterschied von ein oder zwei Wochen kann ganze Monatsreports verzerren.
Auch die Pfingstferien sind berüchtigt als Verursacher für starke Schwankungen in der Nächtigungsstatistik: 2024 hatten Österreichs Bundesländer bereits in der KW 20 – also im Mai – Pfingstferien. 2025 verschob sich der Ferienstart auf die KW 23 und damit in den Juni. 2026 wird Pfingsten wieder Ende Mai stattfinden. Diese Details sind wichtig – nicht nur, um Fehlinterpretationen und falschen Alarm zu vermeiden, sondern vor allem für eine verlässliche Planung in den Betrieben.
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Ein Blick in den Ferienkalender lohnt sich
Deutschland Bayern
Energieferien / Krokusferien
16.02.–20.02.2026
15 Tage früher als 2025
Ostern
30.03.–11.04.2026
15 Tage früher als 2025
Pfingstferien / Maiferien
26.05.–05.06.2026
15 Tage früher als 2025
Sommerferien
03.08.–15.09.2026
2 Tage später als 2025
Weihnachtsferien
24.12.2026–09.01.2027
2 Tage später als 2025
Deutschland Baden-Württemberg
Ostern
30.03.–11.04.2026
15 Tage früher als 2025
Pfingstferien / Maiferien
26.05.–05.06.2026
15 Tage früher als 2025
Sommerferien
30.07.–12.09.2026
1 Tag früher als 2025
Weihnachtsferien
23.12.2026–09.01.2027
1 Tage später als 2025
Niederlande Noord
Energieferien / Krokusferien
21.02.–01.03.2026
6 Tage später als 2025
Pfingstferien / Maiferien
25.04.–03.05. 2026
1 Tage später als 2025
Sommerferien
04.07.–16.08.2026
8 Tage früher als 2025
Weihnachtsferien
19.12.2026–03.01.2027
1 Tag früher als 2025
Niederlande Zuid
Energieferien / Krokusferien
14.02.–22.02.2026
8 Tage früher als 2025
Pfingstferien / Maiferien
25.04.–03.05. 2026
1 Tage später als 2025
Sommerferien
11.07.–23.08.2026
6 Tage später als 2025
Weihnachtsferien
19.12.2026–03.01.2027
1 Tag früher als 2025
Österreich W, NÖ
Energieferien / Krokusferien
02.02.–07.02.2026
1 Tag früher als 2025
Ostern
28.03.–06.04.2026
15 Tage früher als 2025
Pfingstferien / Maiferien
23.05.–25.05 2026
15 Tage früher als 2025
Sommerferien
04.07.–06.09.2026
6 Tage später als 2025
Weihnachtsferien
24.12.2026–06.01.2027
Beginn gleich
Österreich OÖ, STMK
Energieferien / Krokusferien
16.02.–21.02.2026
1 Tag früher als 2025
Ostern
28.03.–06.04.2026
15 Tage früher als 2025
Pfingstferien / Maiferien
23.05.–25.05 2026
15 Tage früher als 2025
Sommerferien
11.07.–13.09.2026
6 Tage später als 2025
Weihnachtsferien
24.12.2026–06.01.2027
Beginn gleich
Einleitung
Die ÖW analysiert, ordnet ein und prognostiziert
Die Österreich Werbung beschäftigt sich intensiv mit Ferienverschiebungen sowie mit Prognosen zum Ferien- und Buchungsverhalten der wichtigsten Herkunftsmärkte. Im Fokus stehen vor allem:
Deutschland – insbesondere Bayern und Baden-Württemberg
Niederlande – mit Nord/Süd-Teilung
Österreich – vor allem Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark
Komplex wird eine Prognose für Tschechien und die Schweiz. Man bedenke, dass jeder der 26 Schweizer Kantone eine eigene Ferienregelung hat. In Tschechien sind es über 40 regionale Gruppen; Prag allein ist in drei Urlaubszonen eingeteilt. Eine klare saisonale Ableitung ist daher nicht möglich. Und der klassische „Ferieneffekt“ schlägt sich in diesen Fällen auch nicht in den Statistiken nieder.
Ein Modell, das Ordnung ins saisonale Chaos bringt
Heute schon wissen, wann die Gäste in Zukunft kommen? Während sich Touristiker:innen bisher meist auf die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr und ihre Erfahrungen verlassen haben, können sie sich jetzt auf das Prognosemodell über die monatlichen Nächtigungen stützen: Ein neuer Service, der Österreich Werbung, der gemeinsam mit dem JOANNEUM Research, der TU Wien und der Universität Klagenfurt entwickelt wurde. Das Modell basiert auf den Daten der letzten 15 Jahre und prognostiziert die Nächtigungen auf Regionsebene für bis zu zwölf Monate im Voraus. Dabei berücksichtigt es Ferien, Feiertage und Events und zeigt auf, wie sehr Verschiebungen das Buchungsverhalten beeinflussen können.
Kurzfristige Effekte wie Wetterphasen werden dabei bewusst ausgeklammert, um eine klare und verlässliche Grundlage für saisonale Einschätzungen zu schaffen.
Mehr zur Nächtigungsprognose findest du in unserem Blogbeitrag.