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Reisemarkt Deutschland: Stimmungsbild zu Jahresbeginn 2026

Frau sitzt lachend auf den Schultern eines Mannes in einer Altstadtgasse, See und Berge im Hintergrund.
Vorzeichen in der Tourismusnachfrage insgesamt positiv. Auch für 2026 wird Stabilität auf hohem Niveau erwartet.

Zum Jahresbeginn 2026 hat FUR (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen) eine erste vorläufige Bilanz des Tourismus in 2025 präsentiert und die zu erwartenden Entwicklungen für 2026 aufgezeigt. 

Urlaubsreisen der Deutschen 2025: Die FUR schätzt das Volumen der Urlaubsreisen (ab fünf Tagen Dauer) für das Jahr 2025 auf rund 69 Millionen. Das entspricht einem Plus von knapp einer Million Reisen gegenüber dem Vorjahr (2024: 68,3 Mio.). Die Zahl der Kurzreisen liegt bei etwa 98 Millionen und damit rund 1 % über dem Vorjahreswert. Die Touristik (Reisebüros, Reiseveranstalter, Flug- und Kreuzfahrtanbieter) berichtet für 2025 von steigenden Umsätzen bei weitgehend konstanten Gästezahlen.

Startbedingungen 2026: Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigen sich die Deutschen für 2026 eher pessimistisch: 59 % erwarten eine Verschlechterung. Etwas positiver wird hingegen die eigene finanzielle Situation eingeschätzt. 24 % rechnen mit einer Verbesserung (Vorjahr: 22 %), rund 30 % mit einer Verschlechterung (2024: 34 %), knapp die Hälfte erwartet keine Veränderung.

Die Urlaubslust bleibt mit 59 % auf hohem Niveau. Auch die zeitlichen (69 %) und finanziellen (60 %) Voraussetzungen für eine Reise werden mehrheitlich als gegeben angesehen. Auf konkrete Reiseabsichten angesprochen, planen bereits 67 % der Bevölkerung eine oder mehrere Reisen mit mindestens fünf Tagen Dauer, lediglich 9 % haben keinerlei Reiseabsicht. Im Vergleich zu 2025 verfügen jedoch weniger Befragte über konkrete Reisepläne für 2026, während der Anteil der Unentschlossenen gestiegen ist.

Langfristige Entwicklungen und Einstellungen: Langfristig beeinflusst der technologische Wandel die Informations- und Buchungsprozesse deutlich. Reisebüros und Veranstalter bleiben jedoch relevant. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kontext von Urlaubsreisen wird mehrheitlich offen bewertet: 48 % stehen ihm positiv gegenüber, 24 % negativ.

Auffällig ist zudem die weiterhin hohe Wertschätzung von Urlaubsreisen. Immer mehr Deutsche möchten sich im Urlaub bewusst Luxus gönnen: 22 % im Jahr 2025 gegenüber 13 % im Jahr 2013. Entsprechend hoch ist die Ausgabebereitschaft. Wenn gespart wird, dann eher in anderen Lebensbereichen – nicht beim Urlaub.

Zur Presseaussendung von FUR und den Vortragscharts von Prof. Martin Lohmann

Information zur Publikation
Publikationsdatum21.01.2026
QuelleDeutsche Reiseanalyse
MarktDeutschland
Ansprechperson
Portraitfoto von Marion Michenthaler
Marion MichenthalerTourismusforschung & Data Analytics

Ansprechpartnerin für Länderstudien, Deutsche Reiseanalyse und Morphologie

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