Israel
Nachhaltigkeit
Einleitung
Bevölkerung
In Israel wird Nachhaltigkeit vor allem mit Umwelt- und Ressourcenschutz assoziiert, insbesondere in Bezug auf Wasser, Energie und Abfall. Technologische Lösungen wie Solarenergie und intelligente Energiesysteme werden positiv wahrgenommen und prägen das Verständnis der Bevölkerung.
Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist insgesamt relativ stark verankert und positiv besezt, wird aber noch nicht umfassend im Alltag umgesetzt, da Infrastruktur und Anreize teilweise fehlen. Laut dem Sustainable Development Report 2025 belegt Israel den Rang 48 von 167 Ländern im globalen SDG‑Index mit einem Score von 74,5 (dashboards.sdgindex.org). Im Environmental Performance Index (EPI) 2024 erreicht Israel einen Score von 70, mit Stärken beim Wassermanagement, aber noch Verbesserungsbedarf bei Biodiversität und Abfallwirtschaft (epi.yale.edu).
Nachhaltigkeit wird in den Medien regelmäßig thematisiert, besonders bei Wasserknappheit, Energiepolitik und staatlichen Initiativen. Insgesamt ist das Thema in Israel gesellschaftlich präsent und akzeptiert, wird jedoch meist als technisches oder politisches Thema gesehen und weniger als konsequente Alltagspraxis umgesetzt.
Verhalten und Konsum
Nachhaltigkeit im Alltag der Israelis zeigt sich vor allem in sichtbaren Maßnahmen im Haushalt und Konsum. Viele Menschen achten auf Energie- und Wassereinsparung, nutzen wiederverwendbare Taschen und kaufen zunehmend umweltfreundliche Produkte. Recycling wird in Israel umgesetzt, allerdings noch begrenzt, da nicht alle Städte flächendeckend über getrennte Müllsysteme verfügen und die Beteiligung in manchen Haushalten gering ist.
Im Lebensmittelbereich zeigt sich Nachhaltigkeit ebenfalls nur vereinzelt: Initiativen wie „Buy local“ oder der gezielte Einkauf regionaler Produkte werden zunehmend wahrgenommen, während Bio- oder Fair-Trade-Produkte noch eine Nische darstellen. Auch Maßnahmen wie reduzierter Fleischkonsum oder weniger Lebensmittelverschwendung sind bislang noch nicht weit verbreitet.
Tourismus
Nachhaltigkeit beeinflusst Reisen in Israel bislang nur begrenzt, da für viele Reisende Preis, Komfort und Erlebnis im Vordergrund stehen. Sichtbare nachhaltige Angebote gibt es vor allem im Natur- und Ökotourismus, etwa bei Green Travel Israel oder Eco Israel Tours, die Besucher:innen zu Naturreservaten, organischen Bauernhöfen oder erneuerbaren Energieprojekten führen. Auch der Kibbuz Neot Semadar in der Arava-Wüste verbindet nachhaltige Lebensweise, lokale Kultur und Ressourcenschutz und wurde von der UN als „Best Tourism Village“ ausgezeichnet.
Während nachhaltige Angebote zunehmend wahrgenommen werden, bleibt die Zahlungsbereitschaft und Nachfrage bei der breiten Masse moderat. Für umweltbewusste Gäste und naturorientierte Touristen und Touristinnen sind sie jedoch ein wichtiger werdendes Entscheidungskriterium, besonders wenn sie mit authentischen Natur- oder Kulturerlebnissen kombiniert werden.
Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist insgesamt relativ stark verankert und positiv besetzt, wird aber noch nicht umfassend im Alltag umgesetzt, da Infrastruktur und Anreize teilweise fehlen.
Maßnahmen wie reduzierter Fleischkonsum oder weniger Lebensmittelverschwendung sind bislang noch nicht weit verbreitet.
Während nachhaltige Angebote zunehmend wahrgenommen werden, bleibt die Zahlungsbereitschaft und Nachfrage bei der breiten Masse moderat.
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Einleitung
Informationen unserer Expertinnen und Experten auf den Märkten zum Thema allgemeine Nachhaltigkeit und im Speziellen Barrierefreiheit