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Markt Schweden

Hochwertiger Markt mit wachsender Sommerdynamik

Der schwedische Markt zählt zu den etablierten, zugleich entwicklungsfähigen Herkunftsmärkten für Österreich und liegt 2025 auf Rang 16. Die Nachfrage hat sich nach den pandemiebedingten Rückgängen deutlich erholt, auch wenn das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht erreicht ist. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen jedoch eine weitere positive Entwicklung erwarten.

Österreich wird von schwedischen Gästen zunehmend als Ganzjahresdestination wahrgenommen. Der Winter bleibt mit rund 57 % der Nächtigungen weiterhin bedeutend, während sich der Sommer mit einem Anteil von etwa 43 % dynamischer entwickelt. Besonders gefragt sind Angebote rund um Natur, Bewegung und aktive Erholung, ergänzt durch Kultur und Kulinarik.

Charakteristisch für den Markt ist eine ausgeprägte Qualitäts-orientierung: Schwedische Gäste bevorzugen überdurchschnittlich häufig 4- und 5-Sterne-Unterkünfte und weisen entsprechend hohe Tagesausgaben auf. Regional konzentriert sich die Nachfrage vor allem auf Tirol (34,4 %) und Salzburg (34,1 %), gefolgt von Wien (16 %).

Insgesamt zeigt sich ein Markt mit hoher Wertschöpfung und wachsender Nachfrage im Sommer, der sowohl in der warmen Jahreszeit als auch im Winter weiteres Entwicklungspotenzial bietet.

Head of Market
Portraitfoto von Gabriele Lenger
Gabriele LengerHead of Markets Dänemark, Schweden
Aktuelles

16.03.2026

Eine aktuelle Trendanalyse von Visit Sweden zum Reiseverhalten 2026 zeigt, dass schwedische Reisende ihre Urlaubsentscheidungen zunehmend bewusster und gezielter treffen. Statt vieler Aktivitäten in kurzer Zeit stehen Erholung, Natur und authentische Erlebnisse stärker im Fokus. Gleichzeitig gewinnen individuell gestaltete Reisen und flexible Aufenthalte an Bedeutung. Digitale Tools werden intensiv zur Planung genutzt, spielen jedoch vor allem im Hintergrund eine unterstützende Rolle. Insgesamt wählen schwedische Gäste ihre Reisen gezielter aus und legen größeren Wert auf Qualität, klare Inhalte und passende Angebote.

Top Stories vom Markt

Spannende Projekte, Trends und Entwicklungen im Markt

Markt-Insights

Das Wichtigste zum Markt Schweden

Reisevolumen

Hohe Reiselust; 2023 15,72 Mio. Auslandsreisen (113,3 Mio. Übernachtungen), 2028 Prognose: 22,91 Mio. Auslandreisen (167,7 Mio. Übernachtungen); Inland stark für Kurztrips (Quelle: GlobalData 2024, Outbound Trips).

Für Österreich relevant: Winter bleibt Leitmotiv, Sommer wächst durch Natur‑ und Aktivurlaub, City-Kurztrips ganzjährig.

(bevorzugte Quelle: GlobalData, Länderstudien/Potenzialstudien)

Herkunftsregionen

Südschweden, mit Fokus auf den Großstadtregionen Malmö, Göteborg und Stockholm.

Buchungsverhalten nach Österreich

  • 38 % der schwedischen Gäste buchten direkt in der Unterkunft.

  • 36 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet.

  • 10 % der Gäste aus Schweden haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht. (Quelle: T-MONA, 2025)

Buchungsplattformen

  • Booking.com

  • Hotels

  • Expedia

  • Trivago

  • Momondo (für Flüge)

  • Sembo

Die Schweden und Schwedinnen vergleichen gerne die verschiedenen Angebote. Das Preis-Leistungs-Verhältnis spielt dabei eine immer größere Rolle. Die Buchung erfolgt über Onlineplattformen oder direkt bei der Unterkunft.

Reisezeiten & Ferienstruktur

  • Winterferien Schwerpunkt Wochen 7–9; prägt Februar‑Peak nach Österreich.

  • Sommerferien Ende Juni bis Mitte August; Juli stärkster Monat (Quelle: GlobalData 2024 – Seasonality).

  • Zusatzpeaks: Ostern, Herbstferien (KW 44), Advent/Citytrips.

Mitbewerberdestinationen

  • Österreich ist führende Alpendestination mit starkem Winter‑Profil; im Kurzurlaubssegment.

  • Konkurrieren mit Norwegen/Schweden (Nähe/Preis) (Quelle: GlobalData 2024).

  • Sommer stärkt Position durch Natur‑/Aktivangebote und Familienpakete; nachhaltige Positionierung wirkt imagebildend.

  • Wechselkurs der Krone beeinflusst Kurzfristentscheidungen; Preis‑Leistung klar argumentieren.

  • Österreich differenziert über Gastfreundschaft, Infrastruktur und authentische Kulinarik.

FAQ

  • Sehr positives Image Winter: Berge/Natur, Qualität, Sicherheit, Gastfreundschaft; glaubwürdige Nachhaltigkeit, familienfreundlich

  • Positives Image Sommer steigt: Berge/Natur, familienfreundlich, Nachhaltigkeit

  • Städte/Kultur ist vor allem auf Wien begrenzt und ausbaufähig, ebenso Kulinarik

  • Flug: Stockholm/Göteborg/Malmö–Wien/Salzburg/Innsbruck via AUA/SAS/Low‑Cost (IBK, SZG nur Winter); Bahn: via Hamburg bzw. Snälltåget Malmö–Innsbruck.

  • Hemmnisse: Preisniveau (v. a. Ski‑Nebenkosten), Wechselkurs; Lösung: Paketierung, Frühbucher, klare Preis‑Leistungs‑Argumentation.

    Reisezeit & Kapazitäten in Hochsaison;

  • Reisemagazine/Beilagen: Vagabond, RES, Bon Voyage, Vintertider, Åka Skidor

  • Digital & Social: starke Rolle von Influencer:innen (auch Lifestyle) und redaktionellen OnlinePortalen.

  • Owned: Newsletter/PRStrecken zu Bewegung & Erholung, Kulinarik und Kultur.

Die Generation Z in Schweden zeichnet sich durch ein hohes Maß an Selbstbestimmung, Bildungsorientierung und digitaler Souveränität aus. Sie ist deutlich weniger konsumgetrieben, stellt aber gleichzeitig klare Anforderungen an Marken, Medien und gesellschaftliche Werte. Diese junge Generation begreift sich als Teil einer europäischen Avantgarde, die urban, vernetzt und weltoffen denkt. Konsum ist nicht Selbstzweck, sondern soll individuelle Entwicklung und Erlebnisse ermöglichen. Bemerkenswert ist dabei auch die ausgeprägte LGBTQ+-Sichtbarkeit, die mit 15 % besonders hoch ist – ein Hinweis auf die gesellschaftliche Offenheit und Vielfalt dieser Zielgruppe.

Junge Schweden und Schwedinnen haben ein hohes Vertrauen in digitale Plattformen und Medien. Während sie moderat auf Influencer:innen reagieren, spielt für sie die Werteorientierung der Inhalte eine zentrale Rolle. Werbung wird dann akzeptiert, wenn sie authentisch und kontextnah ist – etwa über digitale Kanäle, Community-Plattformen oder In-Game-Formate. Die Gen Z in Schweden gilt zudem als eine der homogensten im westlichen Vergleich: stark urban geprägt, digital sozialisiert und mit einem reflektierten, aber zurückhaltenden Konsumverhalten.

In Bezug auf das Reisen befindet sich die Zielgruppe häufig noch in Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren. Viele sind finanziell auf ihre Eltern angewiesen, was sich auch im Reiseverhalten widerspiegelt: Häufige Kurztrips mit Freunden und Freundinnen in europäische Städte stehen hoch im Kurs, während längere Reisen oft mit der Familie unternommen werden. Der Fokus liegt klar auf dem ErlebniswertIndividualität und Sinn stehen über Status und Luxus. Wichtig sind günstige Anreiseoptionen und leistbare Unterkünfte. Nachhaltigkeit wird nicht aktiv hinterfragt, sondern als selbstverständlich erwartet – sie ist kein Differenzierungsmerkmal, sondern eine Grundvoraussetzung.

Um diese junge, digital geprägte Zielgruppe zu erreichen, setzt die Österreich Werbung Kopenhagen auf Community-Marketing. Ein Beispiel dafür ist eine geschlossene schwedische ÖW-Facebook-Gruppe, die sich rund um das Thema „Österreich Reisen“ austauscht und derzeit eine Reise nach Gastein plant und im Juni durchführen wird. Solche Formate fördern nicht nur Identifikation und Vertrauen, sondern ermöglichen auch echte, glaubwürdige Erlebnisse in einem digitalen Umfeld – genau dort, wo die junge Generation zu Hause ist.

Do’s bei schwedischen Gästen

  • Kostenloses Leitungswasser anbieten.

  • Kartenzahlung überall ermöglichen (auch für kleine Beträge).

  • Klare Preise ohne Zusatzkosten kommunizieren.

  • Freundlicher, präsenter Service – ohne aufdringlich zu wirken.

Dont`s bei schwedischen Gästen

  •  Gemischte FKK-Saunen vermeiden.

  • Zu viel Formalität oder Distanz im Umgang.

  • Unklare Regeln oder fehlende Eigenständigkeit für Gäste.

  • Überraschende Zusatzkosten oder intransparente Preise.

Weiterführende Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden sich hier:

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