Markt Südkorea
Einleitung
Auslandsreisen spielen eine zentrale Rolle in der koreanischen Kultur und im Lebensstil und erfreuen sich einer konstant hohen Nachfrage. Im Jahr 2025 reisten rund 29,5 Millionen Südkoreaner ins Ausland und übertrafen damit das Niveau von 2019. Bereits 2024 erreichte die Zahl der Auslandsreisen mit 28,7 Millionen nahezu das Vorkrisenniveau und lag 2025 bei 103 % im Vergleich zum Vorjahr.
Während sich die Reisespitzen früher stark auf die Sommermonate – insbesondere Ende Juli bis Anfang August – konzentrierten, zeigt sich heute eine zunehmend ganzjährige Verteilung der Nachfrage. Gründe dafür sind Veränderungen in der Unternehmenskultur, Anpassungen der Schulferien sowie eine stärkere Diversifizierung der Arbeitsformen. Besonders das steigende Interesse an Winterreisen – etwa Weihnachtsmärkte, Alpenlandschaften und Wintersport – trägt zu einer gleichmäßigeren saisonalen Verteilung bei.
Die wichtigsten Zielgruppen im koreanischen Markt sind junge Reisende im Alter von 20 bis 40 Jahren sowie das Luxus- und High-End-Segment. Diese digital affine Zielgruppe teilt aktiv Reiseerfahrungen, verbreitet Inhalte und prägt Trends maßgeblich. Gleichzeitig wächst das Segment einkommensstarker Luxusreisender, die weniger preissensibel sind und großen Wert auf exklusive Erlebnisse und hochwertige Angebote legen.
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Einleitung
24.03.2026
• Die Outbound-Nachfrage aus Südkorea ist sehr stabil und wächst kontinuierlich. Im Jahr 2024 überstieg die Gesamtzahl der Auslandsreisenden mit rund 28,7 Millionen bereits das Vorkrisenniveau. Für 2025 werden etwa 29,6 Millionen Auslandsreisen erwartet, was einem Wachstum von rund 103 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
• Viermal wöchentlich (in der Sommersaison) verbindet ein Direktflug von Korean Air die Strecke Incheon–Wien. Zusätzlich sorgen renommierte Fluggesellschaften wie Lufthansa, Finnair, Turkish Airlines, Emirates, Etihad und Qatar Airways für hervorragende Anbindungen zwischen Korea und Österreich.
• Traditionell haben Kurzstreckenziele wie Japan, China, Taiwan, Hongkong, Vietnam, Thailand und die Philippinen einen hohen Marktanteil. Gleichzeitig ist die Reiselust der Koreaner für Europa als Destination besonders ausgeprägt, und die Nachfrage bleibt sehr stark und stabil.
• Laut einer Studie einer Marketingorganisation belegt Österreich im internationalen Vergleich der Reisezufriedenheit den 10. Platz unter den beliebtesten Reisezielen koreanischer Reisender (761 Punkte gegenüber einem globalen Durchschnitt von 725 Punkten) und verfügt somit über ein sehr positiv positioniertes Image.
• Wichtige Zielgruppen im koreanischen Markt sind digital affine junge Reisende sowie das Luxus- bzw. High-End-Segment. Junge Reisende verbreiten ihre Reiseerfahrungen aktiv über digitale Kanäle, prägen Trends und treiben den Markt. Gleichzeitig wächst die Gruppe der Luxusreisenden stetig, die weniger preissensibel ist und großen Wert auf exklusive, hochwertige Erlebnisse sowie Premium- und Luxushotels legt.
• Zu den wichtigsten Interessen koreanischer Reisender zählen die Geschichte europäischer Kaiserhäuser, Kultur und Kunst sowie insbesondere die Natur – allen voran die Alpen(Bewegung&Erholung)/ Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach erlebnisorientierten Reisen und Kulinarikreisen kontinuierlich an.
Top Stories vom Markt
Markt-Insights
Reisevolumen
Auslandsreisen: 2024 unternahmen Südkoreaner rund 29,2 Millionen Auslandsreisen, was nahezu dem Vorkrisenniveau von 2019 entspricht.
Reiseintensität: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Südkoreas unternimmt jährlich mindestens eine Auslandsreise. Bereits 2019 reisten über 28,7 Millionen Koreaner ins Ausland (über 50 % der Bevölkerung).
Reiselust bleibt hoch: Laut GlobalData-Umfrage planen rund 39,6 % der Südkoreaner, innerhalb der nächsten 12 Monate eine Reise auf einen anderen Kontinent – ein deutlich höherer Wert als im globalen Durchschnitt.
(Quelle: GlobalData)
Herkunftsregionen
Der Großteil der südkoreanischen Österreich-Gäste stammt aus urbanen Ballungsräumen, insbesondere aus der Metropolregion Seoul sowie aus Busan. Diese Regionen zeichnen sich durch eine hohe Reiseaffinität und gute internationale Anbindung aus.
Buchungsverhalten nach Österreich
54 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet.
21 % der koreanischen Gäste buchten direkt in der Unterkunft.
12 % der koreanischen Gäste buchten via Airbnb, Wimdu, etc.
11 % der Gäste aus Südkorea haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht. (Quelle: T-MONA, 2025)
Buchungsplattformen
Koreanische Reisende nutzen eine Kombination aus globalen OTAs und lokalen koreanischen Plattformen.
Im koreanischen Markt sind lokale OTAs wie MyRealTrip und NOL Universe weit verbreitet, während traditionelle Reiseveranstalter wie HanaTour ihre Dienstleistungen durch die Integration von OTA-Funktionen erweitert haben.
Gleichzeitig werden auch globale Plattformen wie Trip.com, Agoda, Booking.com, Hotels.com, KKday und Klook häufig genutzt.
Reisezeiten & Ferienstruktur
Der höchste Anteil an Auslandsreisen fällt auf die Sommermonate Juli und August, da in dieser Zeit die Schulferien stattfinden und viele Koreaner gemeinsam mit ihren Familien Urlaub nehmen.
Nationale Feiertage wie Seollal (Lunar-Neujahr, Januar/Februar) und Chuseok (Herbstfest, September/Oktober) führen regelmäßig zu kurzfristigen Hochphasen im Auslandstourismus. Viele Reisende verlängern die arbeitsfreien Tage gezielt, um ins Ausland zu fliegen.
Zudem zeigt sich ein Trend zur Vermeidung von Hauptreisezeiten.
(Quelle: OECD 2024).
Mitbewerberdestinationen
Japan, Taiwan, Vietnam und Thailand zählen aufgrund zahlreicher Flugverbindungen und vergleichsweise günstiger Reisekosten weiterhin zu den beliebtesten Kurzstreckenzielen koreanischer Reisender.
In Europa gilt die Schweiz als wichtigster direkter Mitbewerber.
Österreich konkurriert zudem direkt mit Frankreich und Italien in den Feldern Kultur, Kunst und Naturtourismus.
Jüngst haben die Dolomiten in Italien eine bemerkenswerte Popularität erlangt, was sowohl Wettbewerb als auch Synergien schafft, da Österreich häufig Teil derselben Reiserouten ist.