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Markt USA

Die USA sind seit Langem Österreichs bedeutendster Fernmarkt mit einer besonders hohen Wertschöpfung.

Während der Marktanteil der USA österreichweit bei nur rund 1,5 % liegt, zählen die Vereinigten Staaten in Wien – nach Deutschland – zum wichtigsten Auslandsmarkt. Auch in Salzburg und Innsbruck sowie in führenden Skidestinationen wie St. Anton, Lech oder Kitzbühel liegt der US-Marktanteil über dem Durchschnitt.

Mehr als 60 % der US-Nächtigungen entfallen auf die Sommersaison, was die starke Bedeutung der warmen Monate für diesen Markt unterstreicht.

US-Gäste in Österreich reisen überwiegend individuell und bewegen sich häufig im Premium- und Luxussegment.

Eine Ausnahme bilden die geschätzt über 200.000 Donaukreuzfahrt-Gäste pro Jahr, die in der offiziellen Statistik nicht erfasst sind und zudem eine deutlich geringere Wertschöpfung generieren als klassische Hotelgäste.

Aktuelles

1 Million Gästeankünfte – ein historischer Meilenstein für den US-Tourismus in Österreich

Jänner, 2026

Ein bedeutender Moment für den österreichischen Tourismus: Erstmals wurde im Jahr 2025 die Marke von 1 Million Gästeankünften aus den Vereinigten Staaten überschritten.

Insgesamt konnten rund 1.007.700 Gästeankünfte aus den USA in österreichischen Beherbergungsbetrieben verzeichnet werden. Maßgeblich dazu beigetragen haben ein besonders starker Jahresendspurt (+13,5 % im Dezember) sowie ein kontinuierliches Wachstum von 5 % im Jahresverlauf.

Auch bei den Nächtigungen wurde ein neuer Höchstwert erreicht: Mit knapp 2,6 Millionen Übernachtungen unterstreicht der US-Markt einmal mehr seine große Bedeutung für den österreichischen Tourismus.

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Markt-Insights

Das Wichtigste zum Markt USA

Reisevolumen

  • Wenngleich sich die Reisetätigkeit der US-Bevölkerung primär auf Inlandsreisen konzentriert, sind die USA mit 137 Millionen Auslandsreisen im Jahr 2024 neben China der wichtigste globale Reisemarkt der Welt.  

  • Das Auslandsreisevolumen der US-Amerikaner:innen wuchs in den letzten 15 Jahren durschnittlich über 5 % pro Jahr, mit einer Prognose weiteren Wachstums und 174 Millionen Auslandsreisen im Jahr 2029

  • Während im Inlandstourismus Familien- und Freundesbesuche der wichtigste Motivationsfaktor ist, ist bei Auslandsreisen das Leisure Travel Segment führend
    (Quelle GlobalData)

Herkunftsregionen

  • International Reisende US-Gäste leben primär in städtischen Ballungszentren, insbesondere entlang der Ost- und Westküste.

  • Die Mid-Atlantic Region (der geografische Großraum von New York bis Washington DC) stellt dabei die wichtigste Herkunftsregion dar.

  • Der bedeutendste, einzelne, Bundesstaat ist Kalifornien.

  • Neben den beiden Küsten gewinnen auch wirtschaftlich aufstrebenden Zentren im Süden der USA (Houston/Dallas/Austin, Atlanta) sowie traditionell wichtige Zentren im Mittleren Westen (Chicago, Minneapolis) zunehmend an Bedeutung.

Buchungsverhalten nach Österreich

  • 44 % der amerikanischen Gäste buchten 2025 direkt in der Unterkunft.

  • 29 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet.

  • 13 % der amerikanischen Gäste buchten via Airbnb, Wimdu, etc.

  • 6 % der Gäste aus den USA haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht.

(Quelle: T-MONA, 2025)

Buchungsplattformen

  • Die führenden Buchungsplattformen in den USA sind Expedia (inklusive Hotels.com und VRBO) sowie Booking.com (inklusive Kayak und Priceline).

  • Airbnb ist die größte Plattform für Apartment Rentals.

  • Neben traditionellen OTAs sind die Plattformen und Rewards-Programme der großen Hotelgruppen (Marriott Bonvoy, IHG, World of Hyatt, Hilton Honors) relevant.

  • Durch die Verknüpfung dieser Programme mit den Rewards-Programmen großer Kreditkartenanbieter (insbesondere Chase, American Express, Citibank und Capital One) buchen vor allem Freizeitreisende im Luxussegment häufig über diese Plattformen.

Reisezeiten & Ferienstruktur

International reisende US-Amerikaner:innen sind zeitlich oft flexibel. Wer nicht an Ferienzeiten gebunden ist, reist bevorzugt in der Nebensaison.

Feriendaten variieren je nach Bundesstaat sowie Schule bzw. Universität. Hier ein grobes Bild:

  • Spring Break: meist 1 Woche im März oder April (rund um Ostern)

  • Summer Break: ca. 9–11 Wochen, je nach Region zwischen Ende Mai – Anfang September; inkl. Independence Day (4. Juli)

  • Thanksgiving: am 4. Donnerstag im November und zählt zu den reisestärksten Feiertagen in den USA

  • Winter Holiday Break: etwa zwei Wochen rund um Weihnachten und Neujahr

Mitbewerberdestinationen

  • Wir agieren am US Markt in einem globalen Mitbewerber Umfeld. Neben dem  europäischen Mitbewerb, sind es zunehmend ausser-europäische Destinationen die mit hohen Budgets Aufmerksamkeit erzielen (z.B. Saudi Arabien, Australien)

  • Unser direktester Mitbewerber, die Schweiz, agiert am US Markt mit einem wesentlich höheren Budget und auch viel höheren Personal Ressourcen

  • Europäische Länder insgesamt sind am US-Markt sehr unterschiedlich aktiv. Großbritannien, Deutschland, Irland sind Beispiele mit einer umfassenden Marktbearbeitung die sowohl B2C und B2B Aktivitäten beinhalten.  

FAQ

  • Das Image Österreichs ist stark geprägt von klassischer Kultur und Musik und wird insgesamt als eher traditionell wahrgenommen.

  • Ein wichtiger Imagefaktor ist nach wie vor The Sound of Music, wobei die Alpen häufig stärker mit der Schweiz assoziiert werden.

  • Gleichzeitig gilt Österreich in den USA als eine der klassischen Winter- und Skidestinationen.

  • Es bestehen sehr gut etablierte Nonstop-Verbindungen mit Austrian Airlines nach Wien ab sechs US-Gateways: New York (JFK), Newark, Boston, Washington, DC, und Los Angeles.

  • Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Nonstop-Verbindungen aus den USA nach München und Zürich, die eine komfortable Anreise nach Österreich ermöglichen.

  • US-Reisende sind es seit Jahrzehnten gewohnt, visafrei nach Europa zu reisen. Mit der geplanten europaweiten Einführung von ETIAS ab 2026 wird sich dieser Prozess künftig leicht verändern.

  • Die New York Times gilt allgemein als Leitmedium mit rund 12 Millionen Abonnenten. Weitere nennenswerte Tagesmedien mit relevantem Reisecontent sind das Wall Street Journal und USA Today.

  • Fernsehen und Streaming Services haben in den letzten Jahren zahlreiche neue Reiseserien hervorgebracht, viele davon mit einem Celebrity Host. Darüber hinaus gibt es weiterhin zahlreiche traditionelle Reiseserien im „Travel Log“-Ansatz, insbesondere auf PBS (Public Television).

  • Reisemagazine haben deutlich an Bedeutung verloren. Relevante Ausnahmen sind AFAR Magazine und Condé Nast Traveler.

  • Zahlreiche unabhängige Journalist:innen verfügen über relevanten Reach durch die Publikation von Reise-Storys in mittelgroßen und kleineren Medien, zunehmend aber auch über eigene Kanäle und Newsletter-Services (z. B. via Substack).

  • Zudem gibt es eine hochaktive Influencer-Szene.

Erstmals reisen nun vier Generationen aus den USA (Baby Boomers, Gen X, Millennials, Gen Z) gleichermaßen nach Europa.

In Bezug auf Reisemotivation und Destinationswahl unterscheiden sich jüngere Reisende in einigen Punkten.

  • Ihre Interessen und Leidenschaften stehen bei der Reiseentscheidung an erster Stelle. Man bezeichnet sie oft als Passion-Based Travelers„Where matters less than Why“. Die Wahl der Destination ist also nicht zwingend der wichtigste Faktor bei der Reiseentscheidung.

  • Reisen wird von jüngeren Menschen vielfach als Form der Self-Care verstanden, besonders im Sinne von persönlichem Wachstum (personal growth). Internationales Reisen ist Teil ihrer Wertewelt. Eine positive Identifikation mit der Destination ist daher entscheidend.

  • Themen wie Diversität und Nachhaltigkeit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wo immer möglich, verbinden sie Berufliches mit Privatem (Bleisure Travel).

  • Soziale Verbindungen beim Reisen sind besonders wichtig. Gen Z reist oft mit Freund:innen oder Geschwistern, während Millennials primär mit Partner:innen oder der Familie unterwegs sind. Gleichzeitig suchen jüngere Reisende verstärkt den Kontakt zu interessanten Menschen vor Ort.

  • Junge U.S. Amerikaner:innen wollen beim Reisen Neues erleben und entdecken. Kulinarische Erlebnisse stehen dabei ganz oben – sowohl Street Food als auch Award-Winning Restaurants sind relevant. Auch Handwerksbrennereien, Mikrobrauereien oder kurze Kochkurse sind gefragt.

  • Sie genießen schöne Landschaften und wollen diese aktiv erleben. Sehenswürdigkeiten werden gerne „mitgenommen“, sind aber selten der eigentliche Reiseanlass.

  • Wenig überraschend informieren sie sich primär über Social Media und ihren eigenen Freundeskreis. Während Instagram und TikTok derzeit dominieren, gibt es eine Vielzahl weiterer Plattformen und Apps, wie Reddit, Substack oder BlueSky, die breit genutzt werden. Auch YouTube ist ein besonders beliebter Informationskanal. Die Gen Z ist zudem die erste Generation von KI-Power-User:innen.

  • In der Kommunikation sind vor allem Authentizität und lebendige Bilder gefragt.

  • Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden.

  • Viele Amerikaner ernähren sich vegan oder haben Lebensmittelunverträglichkeiten.

  • Rauchen im Umfeld der Gäste wird als sehr negativ empfunden.

Weiterführende Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden sich hier:

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