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Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Winterurlaub in Österreich 2026/27?
Hohe Reiselust und Millionenpotenzial für Österreich

19.10.2026
  • Neue Studie der Österreich Werbung: Fast 16 Millionen Menschen planen fix Winterurlaub in Österreich, weitere gut zehn Millionen ziehen Österreich in Betracht

  • 21,7 Millionen Ankünfte im Winter 2026/27 aus allen Märkten prognostiziert (+1,5 Prozent)

  • Gäste entscheiden kurzfristiger – zusätzliches Potenzial bei Begleitpersonen und im Spätwinter

Die Reiselust in Europa bleibt hoch, gleichzeitig planen Urlauber:innen bewusster und entscheiden kurzfristiger. Das zeigt die neue ÖW-Studie zu den Winterpotenzialen 2026/27, die Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Bundesspartenobfrau Susanne Kraus-Winkler und Astrid Steharnig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung (ÖW), bei einem gemeinsamen Pressegespräch präsentierten.

Winterurlaub in Österreich 2026/27: Die wichtigsten Fakten

  • Winterprognose Österreich 2026/27: 21,7 Millionen Ankünfte aus allen Herkunftsmärkten (+1,5 Prozent).

  • Fixe Reisepläne: Fast 16 Millionen Menschen aus zehn europäischen Märkten planen einen Winterurlaub in Österreich.

  • Zusätzliches Gästepotenzial: Weitere gut zehn Millionen Menschen ziehen Österreich ernsthaft als Winterreiseziel in Betracht.

  • Studienbasis: 10.000 Befragte in zehn europäischen Märkten, aus denen 79 Prozent aller Winterankünfte in Österreich stammen.

  • Urlaubsbudget: Nur elf Prozent wollen weniger für Urlaub ausgeben, mehr als ein Drittel plant höhere Ausgaben.

  • Österreich als Skidestination: In allen zehn untersuchten Märkten zählt Österreich beim Skiurlaub zu den Top 2.

  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Österreich liegt beim wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis für Skiurlaub auf Platz 1.

  • Buchungsverhalten: 36 Prozent der Österreich-Gäste beginnen zwei bis vier Wochen vor Abreise mit der Planung, 13 Prozent erst in der letzten Woche.

Zehetner: Die Menschen wollen reisen und planen bewusster

Nach einem starken Sommer mit mehr als 63 Millionen Nächtigungen (+2,3 Prozent, Mai bis August 2026, Statistik Austria, vorläufig) zeigt die Winterpotenzialstudie der ÖW auch für den Winter eine hohe Reiselust. In acht von zehn Märkten hat mindestens die Hälfte der Menschen Urlaubspläne.

„Die Studie zeigt: Kaufkräftige Nachfrage ist da, und Österreich kann mit Wintersport, Kultur, Kulinarik und Erholung überzeugen. Jetzt müssen wir daraus zusätzliche Buchungen und eine längere Wintersaison machen. Jede zusätzliche gut gebuchte Woche stärkt unsere Familienbetriebe und kann Beschäftigung länger sichern. Unser politischer Auftrag ist, Investitionen zu erleichtern und bürokratische Hürden abzubauen. Erfolg muss sich daran messen, was den Betrieben und Menschen in den Regionen bleibt. Genau dafür steht die Vision T: mehr Wertschöpfung über mehr Monate im Jahr“, sagt Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus.

Kraus-Winkler: Gäste entscheiden kurzfristiger

Die Blitzumfrage der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft zeigt für den Winter 2026/27 ein differenziertes Bild: Während 44 Prozent der befragten Betriebe von einer schwächeren Buchungslage berichten, verzeichnen einzelne Segmente wie z.B. Wellnessbetriebe und Schulferienzeiten stabile bis positive Entwicklungen. Die größten Herausforderungen bleiben steigende Betriebskosten und der Preisdruck.

Laut ÖW-Studie entscheiden Österreich-Gäste noch kurzfristiger als der Durchschnitt: 36 Prozent beginnen erst zwei bis vier Wochen vor der Abreise mit der Planung, 13 Prozent sogar erst in der letzten Woche. Wenn man das Urlaubsbudget sparsamer einsetzt, dann in erster Linie bei Restaurant- und Cafébesuchen und je nach persönlicher Situation bei der Unterkunft. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis im Skiurlaub ist Österreich die Nummer 1: 38 Prozent der Wintersportler:innen nennen Österreich, 25 Prozent Italien. Wer diesen Winter sehr wahrscheinlich nach Österreich reist, sieht das noch deutlicher: Hier sind es 52 Prozent.

„Die Gäste wissen, dass sie in Österreich eine wirklich sehr hohe Qualität für ihr Geld bekommen. Viele Betriebe blicken trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf stabile Buchungen in wichtigen Schulferienzeiten. Entscheidend bleibt, die Qualität und das Erlebnis im Angebot für die Gäste sichtbar zu machen und die gestiegenen Kosten bestmöglich über die Preise abzudecken“, sagt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ.

Steharnig-Staudinger: Jetzt gilt es, das Winterpotenzial zu nutzen

Auch das grundsätzliche Interesse an Winterurlaub in Österreich wächst: In Großbritannien kommt Österreich für 56 Prozent der Winter-Reiseplanenden infrage (Vorjahr: 47 Prozent), in Polen für 55 Prozent (Vorjahr: 49 Prozent). Für den Winter 2026/27 prognostiziert die Österreich Werbung insgesamt 21,7 Millionen Ankünfte (+1,5 Prozent), davon 17,1 Millionen aus den zehn befragten Märkten.

ÖW-CEO Astrid Steharnig-Staudinger dazu: „Der Winter ist und bleibt eine österreichische Stärke. Aber von unserem guten Ruf allein kommt noch kein Gast. Jetzt entscheidet sich, wer die Unentschlossenen abholt, und das gelingt nur gemeinsam als Branche.“

Mehr als Skifahren: Neue Chancen für den Spätwinter

Zusätzliches Potenzial zeigt die Studie bei Begleitpersonen im Skiurlaub: Sie fahren selbst nicht Ski, kommen aber mit Familie oder Freund:innen mit. In Deutschland trifft das auf 42 Prozent jener zu, die einen Skiurlaub planen. Für diese Gäste braucht es eigene Angebote: Sie suchen vor allem Spaziergänge in der Natur, Wandern und Entspannung.

Rund elf Millionen Menschen aus den zehn befragten Märkten fahren im März und April Ski, sechs Millionen sogar ausschließlich dann. Von jenen, die im Jänner oder Februar Ski fahren, nutzen bisher nur gut zehn Prozent auch den Spätwinter für einen Skiurlaub. „Warum sollten wir den Winter gedanklich schon im Februar verabschieden? Im März und April gibt es noch viel zu erleben. Wir sollten aufhören, den Spätwinter wie einen Nachsatz zu behandeln“, sagt Steharnig-Staudinger.

Von Streaming bis Spätwinter: So wirbt die ÖW für Urlaub in Österreich

Die Österreich Werbung macht den österreichischen Winter von September bis März in zehn Märkten sichtbar. Die Imagekampagne „The Austrian Synapse“ geht mit Skifahren und Schneeschuhwandern in die zweite Phase und läuft unter anderem auf Netflix, Disney+ und Prime Video. Rund 120 Partner beteiligen sich.

Wie wichtig digitale Kanäle geworden sind, zeigt auch die Studie: Social Media ist mit 38 Prozent die wichtigste Inspirationsquelle für den Winterurlaub, 13 Prozent lassen sich bereits von KI inspirieren. „Früher hat man im Reisekatalog geblättert. Heute scrollt man durch den Feed oder fragt die KI“, so Astrid Steharnig-Staudinger.

Die Social-Media-Aktion „Crush Course“ bringt erneut Ski-Anfänger:innen und Wiedereinsteiger:innen auf die Piste. Ab Februar 2027 bewirbt die ÖW gemeinsam mit der heimischen Tourismusbranche gezielt den Spätwinter in Deutschland, Polen und Tschechien. Begleitet wird der Schwerpunkt von einer internationalen Medienoffensive.

Über die Studie „Winterpotenziale 2026/27“

Das NIT – Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa hat im Auftrag der Österreich Werbung vom 28. August (Schweiz ab 21. August) bis 8. September 2026 je 1.000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren in zehn Märkten online befragt. Untersucht wurden zehn europäische Märkte: Österreich, Deutschland, die Schweiz (Deutschschweiz), die Niederlande, Flandern (Belgien), Dänemark, Großbritannien, Polen, Tschechien und die Slowakei. Auf diese Märkte entfielen im Winter 2025/26 insgesamt 79 Prozent aller Ankünfte in Österreich.

Die Österreich Werbung als Auftraggeber stellt dem heimischen Tourismus Basisinformationen zur Studie kostenlos zur Verfügung. Mehr Informationen zur Studie und die Bestellmöglichkeiten: Studie Winterpotenziale 2026/27

Über die Österreich Werbung

Die Österreich Werbung (ÖW) ist die nationale Tourismusorganisation Österreichs. Mit einem Netzwerk von 19 Marktbüros und rund 220 Mitarbeiter:innen weltweit – von New York bis Tokio – begeistert sie für das Urlaubsland Österreich. Als Markenführerin für „Urlaub in Österreich“ vernetzt die ÖW die heimische Tourismusbranche mit internationalen Märkten, unterstützt internationale Medien und Content Creator bei ihrer Berichterstattung und stellt der Branche Know-how sowie Studien zu Märkten und Trends zur Verfügung. Die Österreich Werbung ist als Verein organisiert; ihre Mitglieder sind die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, sowie die Wirtschaftskammer Österreich.

Foto von Thomas Kreidl
Thomas KreidlStellvertretender Unternehmenssprecher, Team Corporate Communications

FAQ: Winterurlaub in Österreich 2026/27

Die Österreich Werbung prognostiziert für die Wintersaison 2026/27 insgesamt 21,7 Millionen Ankünfte aus allen Herkunftsmärkten. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber der Vergleichssaison. 17,1 Millionen Ankünfte entfallen auf die zehn untersuchten europäischen Märkte.

Fast 16 Millionen Menschen aus zehn europäischen Märkten planen fix einen Winterurlaub in Österreich. Weitere gut zehn Millionen ziehen Österreich ernsthaft in Betracht. Besonders in Großbritannien und Polen ist das grundsätzliche Interesse gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Reiseplanung erfolgt zunehmend kurzfristig. Laut ÖW-Studie beginnen 36 Prozent der Österreich-Gäste erst zwei bis vier Wochen vor der Abreise mit der Planung. Weitere 13 Prozent starten sogar erst in der letzten Woche.

Österreich zählt in allen zehn untersuchten europäischen Märkten zu den beiden beliebtesten Destinationen für Skiurlaub. Auch beim wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis liegt Österreich an erster Stelle: 38 Prozent der befragten Wintersportler nennen Österreich, gefolgt von Italien mit 25 Prozent.

Rund elf Millionen Menschen aus den zehn untersuchten Märkten fahren im März und April Ski, sechs Millionen davon ausschließlich in diesen Monaten. Zusätzlich bieten längere Tage, Naturerlebnisse und Angebote abseits der Piste Potenzial, insbesondere für Begleitpersonen, die selbst nicht Ski fahren.

Pressebilder zum Download

Pressegespräch zum Ausblick auf die touristische Wintersaison 2026/27

v.l.n.r.: ÖW-CEO Astrid Steharnig-Staudinger, Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Bundesspartenobfrau Susanne Kraus-Winkler © Österreich Werbung / Christian Lendl

Pressegespräch zum Ausblick auf die touristische Wintersaison 2026/27

Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner © Österreich Werbung / Christian Lendl

Pressegespräch zum Ausblick auf die touristische Wintersaison 2026/27

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ © Österreich Werbung / Christian Lendl

Pressegespräch zum Ausblick auf die touristische Wintersaison 2026/27

Astrid Steharnig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung © Österreich Werbung / Christian Lendl

Pressegespräch zum Ausblick auf die touristische Wintersaison 2026/27

© Österreich Werbung / Christian Lendl

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