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New Work
Digitalisierung und die Sinnfrage in der Arbeitswelt
Einleitung
Der Megatrend New Work bildet ein grundlegend verändertes Verständnis von Arbeit unter dem Einfluss von Digitalisierung und Postwachstumsbewegungen ab: Die klassische Karriere hat ausgedient, die Sinnfrage rückt zunehmend in den Vordergrund. Die Grenzen zwischen Leben und Arbeiten verschwimmen im Alltag auf produktive Weise. Als Arbeit gilt künftig die Summe aller bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten in unterschiedlichen Lebensphasen.
Die rationale Leistungsgesellschaft des Industriezeitalters mit Überstunden, Konkurrenzkampf und Präsenzzeiten hat sich als nicht zukunftsfähig erwiesen. Mit der Corona-Krise als Beschleuniger setzten sich New-Work-Modelle nun rasant durch. Der krisenbedingte Digitalisierungsschub fördert neue Arbeitsstrukturen, die von Work-Life-Blending, Kollaboration und Remote Work geprägt sind. Unternehmenskulturen werden agiler und adaptiver, während Mitarbeitende sich stärker als Problemlöser für gesellschaftliche Zukunftsaufgaben sehen.
Weitere Infos: Zukunftsinstitut – Megatrend New Work
Die Trends
Trends
Die Gig Economy bezeichnet eine neue Wirtschaftsform, in der Arbeit auf Projektebene und nicht mehr im klassischen Angestelltenverhältnis erfolgt. Sie umfasst eine wachsende Anzahl von Freelancern, Selbstständigen und Auftragnehmern, die projektbasierte Aufträge annehmen und diese in der Regel über Online-Plattformen erhalten. Statt einer festen Anstellung mit regelmäßigem Einkommen, Sozialleistungen und Arbeitsrechten, bewegen sich diese Arbeitskräfte flexibel von Projekt zu Projekt, ähnlich wie es früher vorwiegend Musiker von Gig zu Gig taten. Die Gig Economy verstärkt den Trend mobil-flexibler Arbeitskulturen. Sie bietet Chancen, die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit in Reiseangebote zu integrieren.
Tourismusbetriebe können durch die Kombination von Gig Economy und mobil-flexiblen Arbeitskulturen Angebote für Freelancer und Selbstständige kreieren. Da die Gig Economy digitale Plattformen nutzt, um Freelancer mit Kunden zu verbinden und kurzfristige Dienstleistungen oder Asset-Sharing anzubieten, liegt der Fokus tendenziell auf kurzfristigen, beruflich orientierten sowie auf digitale Bedürfnisse zugeschnittenen Angeboten.
Gegentrend: Vollzeitanstellung
Teil des Megatrends:
„Culture eats strategy for breakfast“ – dieses berühmte Motto ist inzwischen ins Bewusstsein der meisten Arbeitgebenden gerückt. Unternehmenskultur ist heute und in Zukunft ein zentraler Erfolgsfaktor für die Adaptionsfähigkeit und Resilienz von Unternehmen und essenziell im Anwerben und Halten von jungen Talenten. Die Unternehmenskultur spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Organisationsstruktur und des Produkts im Tourismus. Sie prägt die Art und Weise, wie Mitarbeiter:innen zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen und mit Kund:innen interagieren. Eine positive Unternehmenskultur kann dazu beitragen, dass Mitarbeitende sich engagiert und motiviert fühlen, was wiederum die Produktivität steigert und zu innovativen Ideen für Produkte und Dienstleistungen führt. Darüber hinaus kann eine starke Unternehmenskultur dazu beitragen, ein einheitliches Markenbild zu schaffen, das Kund:innen anzieht und bindet.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet dies, dass sie aktiv an der Gestaltung ihrer Unternehmenskultur arbeiten müssen. Es reicht nicht aus, nur auf Gewinnmaximierung oder Effizienzsteigerung abzuzielen. Vielmehr müssen sie eine Kultur schaffen, die Werte wie Zusammenarbeit, Innovation und Kund:innenzentrierung fördert. Dies kann durch gezielte Maßnahmen wie die Einführung von Team-Building Aktivitäten, offene Kommunikationskanäle oder die Förderung von Weiterbildungsmöglichkeiten erreicht werden. Nur so können sie in der dynamischen Tourismusbranche erfolgreich sein und sich von der Konkurrenz abheben.
Gegentrend: Klassische Hierarchien
Teil des Megatrends:
Work-Life-Blending ist eine Weiterentwicklung von Work-Life-Balance. Es geht dabei nicht mehr nur um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Vielmehr verschmelzen die beiden Bereiche ineinander, oft begünstigt durch flexible Arbeitszeiten und Technologie. Es ermöglicht ein räumlich und zeitlich selbstbestimmteres Arbeiten, kann aber Herausforderungen bezüglich der Trennung von Berufs- und Privatleben mit sich bringen.
Tourismus eröffnet einen Raum für das Work-Life-Blending Phänomen, indem er eine flexible Umgebung bietet, in der Arbeit und Freizeit koexistieren können. Dies geschieht meist in Zusammenhang mit Remote Work, wodurch das Arbeiten an beliebigen Orten erfolgen kann. Die Technologie spielt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie die notwendige Konnektivität und Tools bereitstellt, um Kommunikation und Zusammenarbeit über Entfernungen hinweg zu ermöglichen.
In der Corona-Krise arbeiteten so viele Menschen im Homeoffice wie nie zuvor – Remote Work ist damit endgültig im Mainstream angekommen und mittlerweile sind manche Berufe örtlich bereits vollkommen losgelöst.
Für touristische Betriebe bedeutet dies, einerseits passende Angebote zu entwickeln, die Arbeit und Erholung kombinieren. Sie müssen Infrastrukturen und Services anpassen, um die Bedürfnisse von Gästen zu erfüllen, die Beruf und Freizeit verbinden möchten. Dies beinhaltet flexible Unterkünfte, Co-Working-Bereiche und technologische Lösungen wie Hochgeschwindigkeitsinternet und Smart-Home Lösungen, die sowohl Produktivität als auch Entspannung fördern.
Andererseits bietet Remote Work auch das Potential, neue Zielgruppen wie Digitalnomaden, Projektteams und fern arbeitende Fachkräfte anzuziehen. Auch wenn die physische Präsenz im Tourismus, speziell in der Hotellerie und Gastronomie häufig unerlässlich ist, kann sich die Branche ortsungebundenes Arbeiten beispielsweise in Bereichen wie Management, Marketing, Kundenservice und bei der Entwicklung digitaler Dienstleistungen durchaus zu Nutze machen.
Gegentrend: Work-Life-Balance
Teil der Megatrends:
Smart You Integration bezeichnet den Trend, individuelle Bedürfnisse und Präferenzen der Nutzer in die Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen zu integrieren. In der Hotellerie bedeutet dies beispielsweise personalisierte Zimmerausstattung, individualisierte Menüs oder personalisierte Freizeitangebote. Dazu gehört auch die Integration von Technologien wie Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, um die Präferenzen der Gäste besser zu verstehen und vorherzusagen. Dieser Trend geht Hand in Hand mit der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, um ein nahtloses und individuell zugeschnittenes Erlebnis für den Gast zu gewährleisten.
Die Smart You Integration hat erhebliche Auswirkungen auf die Organisationsstruktur und das Produkt im Tourismus. Da der Fokus auf individuellen Bedürfnissen und Präferenzen liegt, müssen touristische Organisationen ihre internen Prozesse und Strukturen anpassen, um eine personalisierte Erfahrung bieten zu können. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass Datenanalyse- und Managementfähigkeiten sowie technologische Kompetenzen in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig bedeutet dies auch eine Veränderung des touristischen Produkts selbst: Statt standardisierter Pakete werden individuell zugeschnittene Angebote immer wichtiger.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet der Trend zur Smart You Integration vor allem eines: eine stärkere Kundenorientierung. Die Kundenbindung wird durch personalisierte Angebote gestärkt, was wiederum zu einer höheren Kundenzufriedenheit und Loyalität führt. Zudem ermöglicht die Nutzung von Technologien wie Künstlicher Intelligenz eine bessere Vorhersage von Kundenverhalten und -bedürfnissen, was eine proaktive Gestaltung von Angeboten ermöglicht. Allerdings erfordert dieser Trend auch Investitionen in Technologie und Datenmanagement sowie ein Umdenken in Bezug auf Organisationsstrukturen und -prozesse.
Gegentrend: Manuelle Serviceoptimierung
Teil der Megatrends:
Talent Ecosystems beziehen sich auf strategisch organisierte Netzwerke von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Stakeholdern, die zusammenarbeiten, um Talente effektiv zu fördern, anzuziehen und zu halten. Sowohl Online-Plattformen als auch analoge Begegnungsmöglichkeiten wie Konferenzen, Networking-Events und Workshops tragen zur Entstehung von Talent-Ecosystems bei. Angesichts der Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Fluktuation wird Wert auf sinnvolle Arbeit, Employer Branding und Anpassungsfähigkeit gelegt, um Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance zu optimieren und so die Attraktivität für qualifizierte Arbeitskräfte zu steigern. Doch auch für die Vernetzung der Talente selbst bieten diese Ecosystems eine Plattform, um Wissen und Innovationen auszutauschen und ihre kreativen Horizonte zu erweitern.
In der Tourismusbranche, die bereits seit Jahren unter einem chronischen Fachkräftemangel leidet, bieten Talent Ecosystems den heimischen Betrieben den Zugang zu einem globalen Pool qualifizierter Talente. Sie eröffnen einen Raum, in dem Unternehmen durch die Vernetzung mit Fachkräften und Partnern Ressourcen und Expertise teilen und die eigene Attraktivität erhöhen und bewerben können. Dies ist letztendlich entscheidend für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit in einer dynamischen Tourismusbranche.
Gegentrend: Fachkräftemangel
Teil der Megatrends:
(Work-)Flow Experience beschreibt die Integration von Arbeit und Wohlbefinden durch technologiegestützte, personalisierte Erlebnisräume. Arbeit wird nicht mehr als isoliert oder monoton erlebt, sondern in eine Umgebung integriert, die das Wohlbefinden und flow Erlebnisse steigert – sei es durch Naturnähe, kulturelle Erfahrungen oder qualitativ hochwertige städtische Lebensräume. Im Zentrum steht die Balance von effizientem Arbeiten und authentischen kulturellen oder Naturerfahrungen, um eine holistische Lebens- und Arbeitsqualität zu fördern.
Work-(Flow) Experiences stellen daher eine spezielle Form des Work-Life-Blending Phänomens, mit einem Fokus auf Arbeit, Erholung und Kultur. Reisedestinationen und -unternehmen können den Trend nutzen, indem sie Angebote entwickeln, die sowohl Arbeits- als auch Erholungsmöglichkeiten integrieren. Die Schaffung von Erlebnisräumen, die technologisch ausgestattet und auf das Wohlbefinden ausgerichtet sind, kann „Workation“-Angebote fördern, bei denen Reisende Arbeit und Erholung an attraktiven, komfortablen Orten kombinieren.
“Ein Leitgedanke sollte daher sein, dass auch Tourismusdestinationen einen multifunktionalen Lebens- und Wirtschaftsraum darstellen.“
Gegentrend: Statische Arbeitsumgebungen
Teil der Megatrends:
Der Begriff des Business-Ökosystems beschreibt die zunehmende Vernetzung von Unternehmen und Branchen – und damit auch das Verschwimmen ihrer Grenzen – unter den Vorzeichen der Digitalisierung.
Explorer Networks sind innovative, kooperative Netzwerke, die kreative und zukunftsorientierte Lösungen und Konzepte zu entwickeln. Sie zielen darauf ab, neue Geschäftsmöglichkeiten durch die Integration von Technologien wie Künstlicher Intelligenz zu schaffen und ein neues Qualitätsniveau durch gemeinsames Denken und Zusammenarbeit zu erreichen. Zudem legen sie Wert auf Bildung und Netzwerkbildung sowie auf die Entwicklung von Leuchtturmprojekten.
Die Macht dieses Trends liegt in der Flexibilität, Innovationskraft und geförderten Kundennähe. Durch Vernetzung und Zusammenarbeit können Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren, neue Angebote entwickeln und individualisieren. Die Integration von KI ermöglicht zudem eine datenbasierte Entscheidungsfindung, die eine gezieltere Kundenansprache und -bindung unterstützt.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet das eine Transformation der Arbeitsweise. Statt in isolierten Silos agieren sie nun in vernetzten Ökosystemen, die ein hohes Maß an Dynamik und Anpassungsfähigkeit erfordern. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Stakeholdern eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht den Zugang zu Ressourcen und Know-how. Gleichzeitig erfordert diese neue Arbeitsweise auch ein Umdenken in Bezug auf Führungsstile, Unternehmenskulturen und Geschäftsmodelle.
Gegentrend: Kleinteiligkeit
Teil der Megatrends:
Der Begriff des Business-Ökosystems beschreibt die zunehmende Vernetzung von Unternehmen und Branchen – und damit auch das Verschwimmen ihrer Grenzen – unter den Vorzeichen der Digitalisierung. Ab einem gewissen Vernetzungsgrad und einer damit einhergehenden Automatisierung laufen ökonomische Netzwerke teil- bis selbstorganisiert, und aus Value Chains werden Ökosysteme.
Explorer Networks sind innovative, kooperative Netzwerke, die kreative und zukunftsorientierte Lösungen und Konzepte zu entwickeln. Sie zielen darauf ab, neue Geschäftsmöglichkeiten durch die Integration von Technologien wie Künstlicher Intelligenz zu schaffen und ein neues Qualitätsniveau durch gemeinsames Denken und Zusammenarbeit zu erreichen. Zudem legen sie Wert auf Bildung und Netzwerkbildung sowie auf die Entwicklung von Leuchtturmprojekten.
Die Macht dieser Trends liegt in der Flexibilität, Innovationskraft und geförderten Kundennähe. Durch Vernetzung und Zusammenarbeit können Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren, neue Angebote entwickeln und individualisieren. Die Integration von KI ermöglicht zudem eine datenbasierte Entscheidungsfindung, die eine gezieltere Kundenansprache und -bindung unterstützt.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet das eine Transformation der Arbeitsweise. Statt in isolierten Silos agieren sie nun in vernetzten Ökosystemen, die ein hohes Maß an Dynamik und Anpassungsfähigkeit erfordern. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Stakeholdern eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht den Zugang zu Ressourcen und Know-how. Gleichzeitig erfordert diese neue Arbeitsweise auch ein Umdenken in Bezug auf Führungsstile, Unternehmenskulturen und Geschäftsmodelle.
Gegentrend: Silos
Teil der Megatrends:
Work-Life-Blending ist eine Weiterentwicklung von Work-Life-Balance. Es geht dabei nicht mehr nur um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Vielmehr verschmelzen die beiden Bereiche ineinander, oft begünstigt durch flexible Arbeitszeiten und Technologie. Es ermöglicht ein räumlich und zeitlich selbstbestimmteres Arbeiten, kann aber Herausforderungen bezüglich der Trennung von Berufs- und Privatleben mit sich bringen.
Tourismus eröffnet einen Raum für das Work-Life-Blending Phänomen, indem er eine flexible Umgebung bietet, in der Arbeit und Freizeit koexistieren können. Dies geschieht meist in Zusammenhang mit Remote Work, wodurch das Arbeiten an beliebigen Orten erfolgen kann. Die Technologie spielt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie die notwendige Konnektivität und Tools bereitstellt, um Kommunikation und Zusammenarbeit über Entfernungen hinweg zu ermöglichen.
In der Corona-Krise arbeiteten so viele Menschen im Homeoffice wie nie zuvor – Remote Work ist damit endgültig im Mainstream angekommen und mittlerweile sind manche Berufe örtlich bereits vollkommen losgelöst.
Für touristische Betriebe bedeutet dies, einerseits passende Angebote zu entwickeln, die Arbeit und Erholung kombinieren. Sie müssen Infrastrukturen und Services anpassen, um die Bedürfnisse von Gästen zu erfüllen, die Beruf und Freizeit verbinden möchten. Dies beinhaltet flexible Unterkünfte, Co-Working-Bereiche und technologische Lösungen wie Hochgeschwindigkeitsinternet und Smart-Home Lösungen, die sowohl Produktivität als auch Entspannung fördern.
Andererseits bietet Remote Work auch das Potential, neue Zielgruppen wie Digitalnomaden, Projektteams und fern arbeitende Fachkräfte anzuziehen. Auch wenn die physische Präsenz im Tourismus, speziell in der Hotellerie und Gastronomie häufig unerlässlich ist, kann sich die Branche ortsungebundenes Arbeiten beispielsweise in Bereichen wie Management, Marketing, Kund:innenservice und bei der Entwicklung digitaler Dienstleistungen durchaus zu Nutze machen.
Gegentrend: 9 to 5 Office
Teil der Megatrends:
Neue Dimensionen der Wertschöpfung abseits des Denkens in Wachstum und Profitmaximierung rücken in den Vordergrund: sozialer Mehrwert, Nachhaltigkeit, eine glückliche Mitarbeiterschaft, gesellschaftlicher Fortschritt. Unternehmen, die in Zeiten erfolgreich sein wollen, in denen viele dem Wachstum zunehmend kritisch gegenüberstehen, müssen diese neuen Wertvorstellungen der Sinn-Ökonomie selbst leben und vorantreiben. Die Sinn-Ökonomie spielt eine wesentliche Rolle für die gesellschaftliche Position des Tourismus, da sie die Branche dazu ermutigt, über traditionelle monetäre Gewinne hinaus zu denken und zu handeln. Dies umfasst die Entwicklung von Geschäftsmodellen, die auf sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz und kultureller Vielfalt basieren. Durch sinnvolle Reiseerfahrungen können Urlauber:innen und Gastgeber:innen gleichermaßen menschlich profitieren, indem sie neue Perspektiven gewinnen, Verständnis für andere Kulturen entwickeln und einen positiven Beitrag zur lokalen Gemeinschaft leisten.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet dies eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Strategien und Aktivitäten. Sie sind aufgefordert, sich nicht nur auf Umsatzsteigerung und Marktwachstum zu konzentrieren, sondern auch auf die Schaffung sinnvoller Erfahrungen für ihre Kunden sowie auf ihren Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt. Dies kann durch Partnerschaften mit lokalen Gemeinschaften, nachhaltige Geschäftspraktiken oder innovative Dienstleistungen erreicht werden, die den Wert des Reisens jenseits des reinen Konsums betonen. Letztlich kann diese Fokussierung auf Sinn-Ökonomie dazu beitragen, dass der Tourismussektor als verantwortungsbewusster Akteur in der Gesellschaft wahrgenommen wird.
„Im Kontext einer Sinn-Ökonomie geht es darum, über qualitätsvolle, authentische Tourismusangebote Beziehungen zu Menschen herzustellen und zu gestalten."
Gegentrend: Profit only
Teil der Megatrends:
Kooperation heißt schon lange das Zauberwort, um komplexe Probleme zu lösen. In Zukunft geht man noch einen Schritt weiter und wendet sich auch mal der Konkurrenz zu, um in bestimmten Fragen weiterzukommen, innovativ zu bleiben oder Synergieeffekte zu schaffen. Der Coopetition-Trend, eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen Cooperation und Competition, bezeichnet die lose Zusammenarbeit mit Wettbewerbern, um zeitweise die Kräfte zu bündeln, statt sich im Konkurrenzkampf aufzureiben.
Coopetition kann die Organisationsstruktur innerhalb der Tourismusbranche positiv beeinflussen, indem es zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen führt und Möglichkeiten für Innovation und Wachstum schafft. Durch Zusammenarbeit können touristische Organisationen und Unternehmen Synergieeffekte nutzen, um Kosten zu senken, Risiken zu teilen und neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Darüber hinaus kann Coopetition dazu beitragen, eine flexiblere und resilientere Organisationsstruktur aufzubauen, die angesichts volatiler Marktbedingungen besser auf Veränderungen reagieren kann.
Für Unternehmen und Verbände im Tourismus bedeutet Coopetition eine strategische Neuausrichtung. Anstatt ausschließlich auf Wettbewerb ausgerichtet zu sein, erfordert Coopetition eine Kultur der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts. Dies kann zwar Herausforderungen mit sich bringen, bietet jedoch auch viele Vorteile wie den Zugang zu neuen Ideen, Technologien oder Märkten. Im Endeffekt könnte Coopetition dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche zu stärken, indem sie ein Umfeld schafft, in dem Unternehmen gemeinsam innovieren und wachsen können.
Gegentrend: Wettbewerb
Teil des Megatrends: