1. Startseite
  2. Trends
  3. Zukunftsmap
  4. Silver Society

Silver Society

Weltweit werden Menschen älter und bleiben dabei länger fit. Der Megatrend Silver Society beschreibt die vielfältigen Auswirkungen dieses demografischen Wandels, der die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen stellt – aber auch große Chancen für eine neue soziokulturelle Vitalität eröffnet. Um die demografische Transformation erfolgreich zu meistern, braucht es neue soziale und ökonomische Rahmenbedingungen und auch mental einen neuen Zugang zum Altern.

Die Corona-Krise hat gezeigt, welche Wertschätzung ältere Menschen in unserer Gesellschaft genießen, die „Risikogruppe“ wurde als wichtiger Teil des gesellschaftlichen Gefüges umfangreich geschützt und unterstützt. Im Kontext des demografischen Wandels wird die Frage, welche Rolle ältere Menschen in unserer Gesellschaft spielen, immer relevanter. Zentral wird eine neue, positive Deutung von „Alter“ und „Altern“ – die auch einen großen Shift im Wirtschaftssystem vorantreibt: von Wachstum zu Weisheit.

Die weitere Differenzierung von Alterungsprozessen lässt sich mit dem Begriff „Multi-Aging“ beschreiben: Die Art und Weise, wie Menschen älter werden, löst sich immer mehr vom biologischen Alter ab. Es bilden sich Gruppen von „Schnellalternden“ und „Frühvergreisenden“ heraus. Und gleichzeitig diffundieren die Generationsgrenzen: Jugendlich- oder Altsein ist keine Frage des Alters mehr.

Weitere Infos: Zukunftsinstitut – Megatrend Silver Society

Der Trend

Trend

Das Berufs-, Freizeit- und Familienleben findet heutzutage oft unter starkem Zeitdruck statt. Eine hohe Flexibilität und ständige Erreichbarkeit werden ab einem gewissen Punkt als belastend empfunden. Daher suchen immer mehr Menschen in unserer schnelllebigen Gesellschaft nach Möglichkeiten der Entschleunigung, eines achtsameren und bewussteren Lebensstils und Konsums. Die Slow Culture etabliert sich.

Slow Travel ist dabei eine Art, dem Alltag zu entfliehen und sich Zeit und Raum für Ruhe und Regeneration zu nehmen. Pauschalurlaub, Wochenendtrips mit Billigfliegern und zweiwöchige Rundreisen durch Asien erzeugen zusätzlichen Aufwand und Mental Load und sind in turbulenten Zeiten oft nicht erwünscht. Entspannung und Achtsamkeit werden beim Reisen wieder genauso wichtig wie Neues erleben und sich vergnügen. Spätestens mit den Lockdowns während der Corona-Krise haben viele Menschen erkannt, dass Schnelligkeit und rund um die Uhr verfügbare Erreichbarkeit keinen Wert mehr haben, wenn sie auf Kosten einer gesunden Lebensführung gehen. Gleichzeitig ziehen sich Menschen aufgrund des zunehmenden Verschwindens von unberührter Natur immer mehr in die Ruhe der Natur zurück, sei es auch nur für ein paar Tage oder einen kurzen Urlaub. Dies wirkt sich auch auf die Wahl des Verkehrsmittels aus, um Nerven und Ressourcen zu schonen.

Für Unternehmen im Tourismus bedeutet dies, ein klares Angebot zu entwickeln, das es ermöglicht, komplett abzuschalten und sich der Entspannung hinzugeben. Dabei sollte jedoch nicht nur an traditionelle Hideaways in der Natur und Wellness-Oasen gedacht werden, sondern der Slow Travel Ansatz sollte auch als Option in anderen Reiseangeboten wie Städtereisen, Sightseeing und Sporturlauben Einzug halten. Zum Beispiel durch speziell dafür vorgesehene Rückzugsorte, Verkehrsmittel und entschleunigte Programme.

Gegentrend: Rat Race

Teil der Megatrends:

Unsere Zukunft

Die Zukunftsmap für den österreichischen Tourismus

Noch mehr zu den Trends und Megatrends, die unseren Tourismus beeinflussen.

Weitere Seiten

ÖW News
  • Themen und Trends im Tourismus

  • Entwicklungen in internationalen Märkten

  • Veranstaltungen und Messen

  • Neues aus der Tourismusforschung