Eine Hand hält einen schwebenden Globus mit Lichtpartikeln, unscharfer Stadthintergrund.

Belgien
Der Tourismusausblick

Von Wirtschaft bis Urlaubstrends: Die aktuellen Insights aus Belgien

Stand April 2026

Wirtschaft & Gesellschaft 

  • Ein Vergleich der aktuellen Inflation einiger Produkte und Dienstleistungen mit dem Stand im März 2025 zeigt insbesondere bei Transportleistungen deutliche Preissteigerungen: Flugtickets verteuerten sich um 43,2%, der Busverkehr um 18% und Diesel um 17,7%.

  • Im vierten Quartal 2025 wird die Beschäftigungsquote der 20- bis 64-Jährigen auf 72,8% geschätzt. Die Arbeitslosenquote der arbeitssuchenden 15- bis 64-Jährigen von 6,5% liegt auf einem historisch niedrigen Niveau.

  • Das Wirtschaftswachstum bleibt moderat (1%). Laut der belgischen Nationalbank steht es durch zusätzliche Herausforderungen, wie etwa die angekündigten Reformen der Arbeitslosenleistungen, der Pensionen und der Besteuerung, unter Druck, „während sich die öffentlichen Finanzen weiterhin in einer prekären Lage befinden“.

  • Die Wettbewerbsfähigkeit Belgiens verschlechtert sich strukturell bereits seit vier Jahren infolge eines Defizits in der Handelsbilanz. Die belgische Nationalbank fordert die Regierung auf, Reformen entschlossener voranzutreiben und mehr Risiken in den Bereichen KI und Robotik einzugehen.

Tourismus & Trends 

  • Im dritten Quartal 2025 unternahmen die Belgier:innen 12,3 Millionen Reisen mit mindestens einer Übernachtung, jede dritte Reise (29,7%) blieb im Inland.

  • Die Zahl der geplanten, aber noch nicht gebuchten Reisen für die nächsten zwölf Monate liegt bei 16,7 Millionen und damit rund 4 Millionen höher als bei den vergleichbaren Reiseabsichtsbefragungen von 2024 und 2025. Fast jede*r fünfte Reisende wartetet auf ein Last-minute-Angebot.

  • Aufgrund der Spannungen im Nahen Osten scheint die flämische Bevölkerung derzeit weniger Reisen nach Asien und mehr nach Europa zu buchen, auch wenn es noch zu früh ist, daraus klare Schlussfolgerungen zu ziehen oder Trends abzuleiten.

  • Reisebüros beobachten jedoch eine klare Verschiebung: Es gibt weniger Interesse an Fernreisen und mehr Nachfrage nach klassischen europäischen Reisezielen wie Griechenland, Frankreich, Italien und Kroatien.

  • Während der Osterferien erwartete der Brussels Airport mehr als 1,25 Millionen Fluggäste (+5% im Vergleich zum Vorjahr). Der Krieg im Nahen Osten hatte laut TUI nur einen geringen Einfluss auf die gewählten Oster-Reiseziele.

Urlaub in Österreich 

  • Im Jahr 2025 gab es einen Anstieg der belgischen Gäste um 1,35% in Österreich auf insgesamt 632 483 Ankünfte. Die Anzahl der Nächtigungen ging leicht um 8400 (-0,29%) auf 2 933 646 im Jahr 2025 zurück.

  • Die Krokusferien lagen 2025 im März und 2026 vollständig im Februar, wodurch Belgien im Februar 2026 mit einem Nächtigungszuwachs von +91,1% den fünften Platz unter den Herkunftsländern belegte (Statistik Austria, Hochrechnung Februar 2026).

  • Aus Belgien verzeichnete Österreich von November 2025 bis einschließlich Februar 2026 ein Plus von 29,3% bei den Ankünften und ein Plus von 38,1% bei den Nächtigungen, was einem absoluten Anstieg von 317.700 Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Belgien belegt damit den siebten Platz der wichtigsten Herkunftsländer in der vergangenen Wintersaison 2025/26 (Statistik Austria, Hochrechnung Februar 2026).

  • Jede*r sechste belgische Reisende gab im Rahmen der ÖW-Kulinarikstudie 2026 an, dass Kulinarik bei der Urlaubsentscheidung eine Rolle spielt (58%). Damit liegt das kulinarikaffine Belgien noch knapp vor der Schweiz (57%), Deutschland (45%) und den Niederlanden (44%). Jede dritte befragte Person aus Belgien gab an, ein Reiseziel bereits wegen der Kulinarik ausgewählt zu haben (ÖW-Kulinarikstudie 2026; Befragungsland: Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweiz).

  • Obwohl 6 von 10 Studienteilnehmer:innen (61%) bereits in Österreich waren, ist die Bekanntheit der österreichischen Küche gering: Nur 14% nannten Österreich spontan im kulinarischen Kontext, wodurch es lediglich auf Platz 10 liegt, während Italien, Frankreich und Spanien die ersten drei Plätze einnehmen. Dennoch buchten bereits 15% der Belgier:innen bewusst aufgrund der Kulinarik Österreich (ÖW-Kulinarikstudie 2026; Befragungsländer: Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweiz, davon 1000 Beligier:innen;).

Das Wichtigste für Sommer 2026
  • Insbesondere bei Transportleistungen deutliche Preissteigerungen.

  • Die Wettbewerbsfähigkeit Belgiens verschlechtert sich strukturell bereits seit vier Jahren.

  • Fast jede*r fünfte Reisende wartetet auf ein Last-minute-Angebot.

  • Jede*r sechste belgische Reisende gab an, dass Kulinarik bei der Urlaubsentscheidung eine Rolle spielt.

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