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Markt Belgien

Belgien zählt zu den wichtigsten ausländischen Herkunftsmärkten!

Hohe Österreich-Affinität

Im Fokus des Marktbüros Belgien steht der flämische Teilmarkt, der sich durch eine hohe Österreich-Affinität und eine starke Wintersaison auszeichnet. Besonders gefragt sind Urlaubserlebnisse in den Bergen, Natur und alpine Gemütlichkeit.

Bewusst geplant, vor Ort genussfreudig

Flämische Gäste reisen bevorzugt mit dem Auto an, informieren sich im Vorfeld intensiv und legen großen Wert auf ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Gleichzeitig ist der Markt von einer spürbaren Ausgabebereitschaft vor Ort geprägt. Regionale Gästekarten sind sehr beliebt.

Loyaler Markt mit Potenzial

Der Markt zeichnet sich durch einen hohen Stammgästeanteil und eine starke Nachfrage in den Ferienzeiten aus – insbesondere bei Familien und Mehrgenerationenreisen. Neben den Hauptreisezeiten bietet vor allem die Nebensaison Potenzial für neue Reiseanlässe und Angebote.

Head of Market
Portraitfoto von Paul Mayer
Paul MayerHead of Market Belgien
Aktuelles

09.09.2026

Seit heute gibt es eine neue Nachtzugverbindung von und nach Belgien: Die niederländisch-belgische Bahngesellschaft European Sleeper nimmt den Betrieb zwischen Brüssel und Mailand auf. Der erste Zug startet am Mittwoch gegen 16:45 Uhr in Mailand und erreicht Brüssel kurz vor Mittag des folgenden Tages, mit Zwischenhalten unter anderem in Como, Lugano, Aarau, Köln und – auf belgischer Seite – Verviers. In Gegenrichtung fährt der Zug um 19:10 Uhr in Brüssel ab und kommt am nächsten Tag um 11:40 Uhr in Mailand an. Die Verbindung wird zunächst dreimal wöchentlich in jede Richtung angeboten. 

Ab Mitte Dezember soll die Streckenführung zwischen Brüssel und Köln angepasst werden: Der Nachtzug fährt dann via Antwerpen sowie die niederländischen Städte Breda und Eindhoven nach Köln und nicht mehr über Verviers und Aachen. 

Die neue Verbindung reiht sich in ein wachsendes Nachtzugangebot ab Brüssel ein. European Sleeper verkehrt bereits mit Nachtzügen von Brüssel über Amsterdam unter anderem nach Berlin, Dresden und Prag sowie von Paris über Brüssel nach Hamburg und Berlin. Die ÖBB betreiben zudem die Nachtzugverbindung Brüssel–Wien. Von Mitte Dezember bis Ende März ergänzt außerdem Travelski, eine Tochtergesellschaft der Compagnie des Alpes (Mutterkonzern der Freizeitparks Bellewaerde und Walibi), das Angebot: wöchentlich ein Nachtzug von den Niederlanden über Antwerpen und Brüssel in die französischen Alpen und zurück. 

European Sleeper hat zudem angekündigt, ab 2028 eine Nachtzugverbindung von Brüssel und Amsterdam nach Kopenhagen und Malmö einrichten zu wollen; auch Barcelona wird als mögliches künftiges Ziel genannt. 

(Quelle: VRT NWS, 09.09.2026)

27.08.2026 

Laut der aktuellen GfK/NielsenIQ-Reiseabsichtenbefragung im Auftrag von ABTO für Q3 2026 (Befragung im August 2026, n=778) planen rund 3,27 Millionen Belgier:innen eine für 2026 noch nicht gebuchte Reise – etwas weniger als in den Vorjahren (2025: 3,50 Mio., 2024: 4,60 Mio., 2023: 4,00 Mio., 2022: 3,07 Mio.). Beim geplanten Reisemonat verschiebt sich der Schwerpunkt deutlich Richtung November (28 %) und Dezember (14 %), während August (5 %) im Jahresvergleich auffällig schwach ausfällt. 44 % wollen kurzfristig, also innerhalb von 30 Tagen vor Abreise, buchen und sind damit etwas weniger last-minute-orientiert als 2025 (53 %) und 2022 (50 %). Das durchschnittliche maximale Reisebudget liegt bei 927 € pro Person und damit spürbar niedriger als 2025 (1.055 €) und 2023 (1.669 €). Bei der Anreise dominiert weiterhin das Auto (49 %) vor dem Flugzeug (38 %), während Zug (6 %) und Bus (1 %) kaum eine Rolle spielen. Die Reiseart verschiebt sich klar zur Eigenorganisation (76 %, +14 Punkte gegenüber 2025), während klassische Flugpauschalreisen mit 14 % weiter zurückgehen. Europa bleibt mit 74 % die mit Abstand wichtigste Zielregion, doch Asien (7 %) und Afrika (4 %) legen leicht zu, während Amerika (2 %) an Bedeutung verliert. Bei den Zielländern liegt Belgien selbst (17 %) knapp vor Frankreich (16 %) und Spanien (12 %), wobei Spanien gegenüber den Vorjahren spürbar zulegt. Bei der Unterkunft bleibt das Hotel mit 51 % erste Wahl, gefolgt von Mietunterkünften, die auf 42 % deutlich zulegen, während Camping (8 %) und Übernachtungen bei Freunden (10 %) zurückgehen. Die Buchung selbst erfolgt so digital wie nie zuvor: 81 % der Reisen werden online gebucht, ein deutlicher Sprung gegenüber den Vorjahren (2025: 62 %). 

(Quelle: ABTO Travel Trends Report, NielsenIQ, August 2026) 

18.02.2026

Laut einer Studie über das belgische Reiseverhalten unternahmen die Belgier:innen im dritten Quartal 2025 insgesamt 12,3 Millionen Reisen mit Übernachtung. Rund 30% davon fanden innerhalb Belgiens statt, besonders zog es sie hier an die Küste und in die Ardennen. 8,7 Millionen Reisen waren Auslandreisen, die zu 97% aus privaten Zwecken bestanden und überwiegend in andere EU-Länder führten. Zu den Top 3 Destinationen zählten Frankreich, Spanien und die Niederlande. Zusätzlich machten die Belgier:innen 2,3 Millionen Tagesausflüge ins Ausland, was die starke Reiselust der Bevölkerung auch über die Landesgrenze hinaus unterstreicht.

(Quelle: Statbel, Februar 2026)

Markt-Insights

Das Wichtigste zum Markt Belgien

Reisevolumen

Laut Statbel bleibt Frankreich mit 5,6 Millionen Reisen und 41,4 Millionen Übernachtungen das beliebteste Reiseziel. Spanien nimmt den zweiten Platz vor den Niederlanden ein, während die Türkei und die Schweiz in den Top 10 Portugal und Marokko ersetzen.

Laut Statbel ist Österreich auf Rang 7 mit 3,6 Mio. Nächtigungen. (Quelle: Statbel, Aug. 2025)

Herkunftsregionen

  • Antwerpen 27 %

  • Ostflandern 18 %

  • Flämisch-Brabant 16 %

  • Limburg 15 %

  • Westflandern 9 %

Quelle: T-Mona

Buchungsverhalten nach Österreich

  • 61 % der belgischen Gäste buchten direkt in der Unterkunft.

  • 16 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet.

  • 9 % der Gäste aus Belgien haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht. (Quelle: T-MONA, 2025)

Buchungsplattformen

Flugbuchungen: ca. 80 % online; 73 % wählen Ryanair oder Brussels Airlines (Test Achat, 2019)

Unterkünfte: Buchung meist direkt über Hotelwebseiten (22 %) oder über Plattformen wie Booking.com, HomeAway, Homelidays, Airbnb (Test Achat, 2016)

Reisezeiten & Ferienstruktur

  • Wintersaison: Krokusferien (Semesterferien), Weihnachts- und Osterferien

  • Sommersaison: Juli-August

  • Nebensaison: Mai-Ferien und Herbstferien um Allerheiligen für wallonische und frankofone Schulkinder.

    Besonders relevant für kinderlose Reisende im Mai und in den Herbstmonaten mit Fokus auf Wander-, Radfahr- und kulinarischen Genussurlaub

Mitbewerberdestinationen

Österreich ist 2025/26 das beliebteste Winter-Reiseziel für Ski- und Snowboardurlaub (53 %), deutlich vor Frankreich, Italien und der Schweiz. Deutschland liegt in diesem Ranking (10 %) deutlich hinter den Top 4-Reisziele. (ÖW Winter Potenzialanalyse)

Im Sommer liegt Österreich hingegen nur auf Rang 16 (3 %), während Belgien, Frankreich, Spanien, Niederlande und Italien die Top 5 bilden (ÖW Sommer Potenzialanalyse).

FAQ

Im Image punktet ein Urlaub in Österreich vor allem mit Gastfreundschaft, Gemütlichkeit und Erholung - im Winter mit sportlichen Aktivitäten. Auch belgische Gäste assoziieren mit Urlaub in Österreich spontan die schöne Bergwelt/Landschaft, Kulinarik, Wintersport und vor allem Tirol sowie die Bundeshauptstadt Wien. Vor allem flämische Gäste fühlen sich mit Österreich und seinen Gastgebern vertraut und gut aufgehoben. Das „österreichische Lebensgefühl“ genießt Sympathie.  (Quelle: T-Mona, austriatourism.com Marktseite Belgien) 

  • Sehr gute Verkehrsanbindung für Selbstfahrer

  • Vom Brussels Airport (BRU / Zaventem) nach Wien (VIE) gibt es durchschnittlich 3 Nonstop-Flüge pro Tag, bzw. rund 20 Flüge pro Woche mit Austrian Airlines bzw. Brussels Airlines

  • Von Brussels South Charleroi (CRL) nach Wien (VIE) existieren aktuell 6 Nonstop-Flüge pro Woche mit Niki

  • Von Brussels Airport (BRU / Zaventem) nach Innsbruck (INN) gibt es in der Wintersaison 2025/26 zweimal wöchentlich einen Direktflug (jeweils montags und freitags) mit TUI fly, einmal wöchentlich samstags einen Direktflug im Austrian Airlines nach Innsbruck (ab 19.12.2025 – voraussichtlich bis Anfang März 2026)

  • ÖBB-Nightjet-Verbindungen dreimal wöchentlich von Brüssel und Liege nach Wien, tägliche Verbindungen mit Umsteigen nach Innsbruck und Wien via Nightjet aus Amsterdam/Hamburg.

  • Saisonale European Sleeper-Nachtzugverbindung Brüssel nach Innsbruck: Für bestimmte Abfahrtstage Februar/März 2026) sind bereits Verbindungen gelistet, jedoch noch nicht fixiert.

  • DPG Media ist besonders stark in Flandern und betreibt u. a. TV (VTM), Zeitungen (z. B. Het Laatste Nieuws, De Morgen), Magazine, Radio (Qmusic, Joe) und digitale Plattformen.

  • Mediahuis agiert ebenfalls in mehreren Mediensegmenten (Zeitungen, Online, etc.) und hat innerhalb Belgien große Bedeutung in den niederländischsprachigen Regionen.

  • Roularta Media Group ist ebenfalls wichtig, vor allem im Magazinmarkt, mit Titeln wie Knack, Trends, lokalem und Frauen-/Lifestyle-Segment.

  • Im frankophonen Teil Belgiens ist Rossel & Cie dominierend in Print (z. B. Le Soir, regionale Zeitungen) und zusammen mit IPM wichtig in der französischsprachigen Medienlandschaft.

  • Mediafin (eine 50/50-Beteiligung von Roularta und Rossel) betreibt Fachtitel wie De Tijd (niederländisch) und L’Echo (französisch).

Die junge Zielgruppe in Belgien (Gen Z, 18–24 Jahre)

Die belgische Generation Z ist zwischen 2000 und 2007 geboren – jung, digital, weltoffen und zunehmend reisefreudig. Für sie ist Reisen kein Luxus, sondern ein fester Bestandteil eines modernen, selbstbestimmten Lebensstils. Dabei suchen sie nicht nur Erholung, sondern vor allem persönliche Entwicklung, Sinn und Inspiration. Reisen gehört für jede zweite Person der Generation Z in Belgien zu den zentralen Interessen (Statista, 2023).

Wie wir sie erreichen – digital & visuell

Diese Zielgruppe ist „mobile first“ unterwegs: 96 % der 16–24-Jährigen nutzen Social Media – allen voran Instagram, TikTok und YouTube (Statista, 2023). Reiseinspiration entsteht nicht mehr durch klassische Werbung, sondern durch Contentcreators, authentische Inhalte und den direkten Austausch mit der Community. Social Media (Instagram 41 %, YouTube 21 %, TikTok 15 %), ergänzt durch Reiseanbieter-Websites (35 %) und Erfahrungsquellen wie Reiseblogs (18 %) dominieren die Reiseplanung junger Belgier:innen (TGM, 2023). Wer mit dieser Generation kommunizieren will, muss visuell, direkt und emotional arbeiten – und auf mobilen Plattformen präsent sein.

Was sie suchen – Erleben, Erholen, Entdecken

Junge Belgier:innen reisen, um sich selbst etwas Gutes zu tun: 70 % geben Entspannung und Selfcare als zentrales Reiseziel an, gefolgt vom Wunsch, neue Orte zu entdecken (62 %) und Zeit mit Familie oder Freund:innen zu verbringen (46 %) (TGM, 2023). Vor dem Hintergrund hoher psychischer Belastung – 44 % der Gen Z fühlen sich regelmäßig gestresst (Deloitte, 2024) – gewinnt das Bedürfnis nach Erholung zunehmend an Bedeutung. Das Reiseerlebnis soll gleichzeitig Entspannung bieten und Raum für persönliche Weiterentwicklung eröffnen.

Was zählt – Werte, aber auch Realität

Die junge Zielgruppe zeigt ein ausgeprägtes Wertebewusstsein: 63 % der 15–29-Jährigen berücksichtigen den Klimawandel bei der Wahl ihres Reiseziels (Brussels Times, 2022). Gleichzeitig zeigt sich ein pragmatisches Verhalten: Obwohl Nachhaltigkeit eine Rolle spielt, planen 56 % Flugreisen – 27 % davon sogar Fernreisen. Das Potenzial liegt in konkreten, gut kommunizierten und leicht umsetzbaren Nachhaltigkeitsangeboten.

Wie sie buchen – individuell & online

75 % der jungen Belgier:innen buchen ihre Reisen online (TGM, 2023), wobei Preisvergleich, Transparenz und Flexibilität entscheidend sind. 66 % verzichten bewusst auf Pauschalangebote und stellen ihre Reisen individuell zusammen. Die Customer Journey ist klar digital geprägt: Inspiration auf Social Media, Recherche über Suchmaschinen & Bewertungsseiten, Buchung über mobile Endgeräte – und das Teilen der Erlebnisse erfolgt in Echtzeit über Stories & Reels. Reiseanbieter müssen daher durchgehend digital sichtbar und nutzerfreundlich aufgestellt sein.

  • Hohes Stammgästepotenzial - der erste Eindruck zählt!

  • Hervorheben regionaler Spezialitäten (Kostproben anbieten).

  • Bargeldloses Zahlen ermöglichen (Maestro oder Kreditkarte).

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