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Markt China

China bleibt der mit Abstand größte Markt für Österreich in Asien.

Bereits vor der Corona-Pandemie zählte der chinesische Markt zu den bedeutendsten Quellmärkten für den österreichischen Tourismus. Mit rund einer Million Ankünften lag China damals bereits unter den Top 10 der internationalen Herkunftsmärkte Österreichs – ein Beleg für die Relevanz und das langjährige Potenzial dieses Segments.

Nach dem Ende der pandemiebedingten Reisebeschränkungen startete der Markt de facto bei null. Dennoch zeigte sich bereits 2024 eine beeindruckende Erholungsdynamik: Die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr betrug 100 %. Auch 2025 zeigte einen soliden Zuwachs von rund 15%. Die letzte Zeit brachte neue Direktflugverbindungen von China nach Österreich. Aktuell gibt es knapp 20 Direktflüge aus fünf chinesischen Städten mit vier verschiedenen Airlines nach Wien.

Ein charakteristisches Merkmal des chinesischen Marktes ist seine ausgeprägte Saisonalität. Aufgrund der geblockten gesetzlichen Feiertage – insbesondere im Winter (chinesisches Neujahr / Frühlingsfest) und im Herbst (Nationalfeiertag „Golden Week“ im Oktober) – konzentrieren sich Reisen auf klar definierte Zeitfenster mit hoher Reiseintensität.

Strukturell zeigt sich ein klarer Wandel: Der FIT-Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung. Reisende aus China planen ihre Aufenthalte individueller, legen Wert auf authentische Erlebnisse und nutzen fast ausschließlich digitale Kanäle für Recherche und Buchung.

Head of Market
Portraitfoto von Emanuel Lehner-Telič
Emanuel Lehner-TeličHead of Markets Asia Pacific
Aktuelles

24.03.2026

Der chinesische Outbound-Tourismus befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel, der sich in folgenden Kerntrends zeigt:

  • Bei unter 45-Jährigen liegt der Anteil von FIT-Individualreisenden über 70 %.

  • Zwei Drittel der Veranstalter suchen gezielt nach Anbietern für maßgeschneiderte Reiseprodukte.

  • Erlebnisorientierte Aktivitäten auf dem Vormarsch: Fast 70 % der chinesischen Outbound-Reisenden haben in den letzten zwölf Monaten an Outdoor-Reisen, kulturelle Festivals, Lernreisen etc. teilgenommen.

  • Mittlerweile gibt es Direktflüge aus fünf chinesischen Städten mit vier verschiedenen Airlines nach Wien

  • Der technologische Wandel schreitet sehr rasch voran: Die „customer journey“ passiert mittlerweile fast ausschließlich digital. In Q1/26 haben zahlreiche chinesische Social-Media-Kanäle ihre KI-Funktionen stark ausgeweitet. Diese werden stark angenommen.

Der chinesische Outbound-Tourismus dürfte im Jahr 2026 weiterhin im Zeichen einer stabilen Erholung stehen. Tiefgehende Erlebnisorientierung und ein struktureller technologischer Wandel findet in atemberaubendem Tempo statt. Auch wenn das Vorkrisenniveau insgesamt noch nicht erreicht ist, hat sich der Markt bereits auf eine neue Normalität eingestellt, die von Qualität statt Quantität geprägt ist.

Top Stories vom Markt

Spannende Projekte, Trends und Entwicklungen im Markt

Markt-Insights

Das Wichtigste zum Markt China

Reisevolumen

  • Im Jahr 2024 gab es rund 162 Millionen Auslandsreisen - inkl. HKG, Macau und Taiwan. Der überwiegende Anteil daran sind Leisure Trips (70 %).

  • Dem gegenüber standen mehr als 3 Milliarden Inlandsreisen. Diese bestehen zum Großteil aus ethnischem Reiseverkehr (31 %) und Leisure Trips (57 %).

  • Die größte demographische auslandsreisende Gruppe sind die 15-24-Jährigen mit 27 %.

  • Mit 53 % führen Reisen in Familienverbänden die Gruppe der Reiseform an. (Quelle: GlobalData)

Herkunftsregionen

Hauptherkunftsregionen sind die Metropolregionen Peking, Shanghai, die Region Guangdong und Chengdu.

Buchungsverhalten nach Österreich

  • 38 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet.

  • 14 % der chinesischen Gäste buchten direkt in der Unterkunft.

  • 8 % der Gäste aus China haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht.

  • 21 % der Gäste aus China haben ihre Unterkunft in Österreich via Airbnb, Wimdu, etc. gebucht. (Quelle: T-MONA, 2025)

Buchungsplattformen

OTA, Reiseveranstalter:innen

Reisezeiten & Ferienstruktur

  • Die Monatsverteilung chinesischer Reisender ist relativ ausgewogen.

  • Hauptsaison bleibt der Sommer (Schulferien).

  • Die Feiertage rund um Chinesisch-Neujahr (meist Ende Jänner oder Februar) bleiben eine Hauptreisezeit.

  • Gleiches gilt für die “Golden Week”, Anfang Oktober.

  • Auch die Maifeiertage bleiben eine beliebte Reisezeit.

Mitbewerberdestinationen

  • Generell steht Österreich in China in einem globalen Wettbewerb.

  • Neben den chinesischen Gebieten Hongkong, Macau und Taiwan sind die stärksten Mitbewerber Japan, Korea und Südostasien.

  • In Europa ist die Schweiz unmittelbarer Konkurrent.

  • Weiters sind Deutschland (Kultur, Städte) sowie Ungarn (Budapest, insgesamt Flugverbindungen aus 7 chinesischen Städten) sowie Tschechien mit Prag unmittelbare Mitbewerber.

  • Neuerdings zählen auch die Dolomiten (“3 Zinnen”) zu den unmittelbaren Konkurrenten.

FAQ

  • Das Image Österreichs in China ist sehr positiv.

  • Österreich gilt als wohlhabendes Land mit hoher Lebensqualität.

  • Österreich wird v.a. als große Kulturnation (Klassische Musik) wahrgenommen.

  • Die Natur bzw. die Alpen dringen langsam ins Bewusstsein chinesischer Reisender.

  • Österreich als Winternation ist spätestens seit den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 besser im Bewusstsein der Chines:innen verankert.

  • Direktanreisen nach Österreich erfolgen über eine der aktuell 17 Direktflugverbindungen aus Peking, Shanghai, Shenzhen und Chengdu.

  • Trotzdem bleiben Umsteigeverbindungen über die Golfstaaten oder Istanbul die wichtigste Ankunftsrouten.

  • Ein großer Teil reist im Rahmen einer Europareise über Nachbarländer ein (Deutschland, Ungarn, Tschechien etc.).

  • Es besteht nach wie vor Visapflicht. Visa können an rund 15 VFS-Annahmestellen beantragt werden und werden von 2 Konsulaten (Peking und Shanghai) ausgestellt.

Travel Trade bleibt der wichtigste Faktor für die Reiseorganisation, allen voran OTAs wie Ctrip. Klassische Medien spielen aufgrund der Zensur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen spielen Social Media, Influencer und KOLs eine umso größere Rolle.

Das Durchschnittsalter chinesischer Reisender in Österreich ist mit knapp über 40 relativ gering. Eine Ursache für den relativ niedrigen Schnitt ist der große Anteil von Gen-Z-Reisenden (und Millenials), die in China in absoluten Zahlen mehr als 250 Millionen Menschen umfasst. Diese Generation ist geprägt von einem stark aufstrebenden und wirtschaftlich wachsenden China. Neben der großen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt kennen junge Chines:innen einen sehr harten und intensiven Arbeitsalltag. Beinahe alle sind „digital sozialisiert“ und digitale „heavy user“ mit oft mehr als 6h pro Tag an mobilen Geräten. Sie entstammen den Ballungszentren um Peking, Shanghai, der Provinz Guangdong und den Metropolen Sichuans (z.B. Chengdu).

Entsprechend den täglichen Rahmenbedingungen gewinnt Urlaub aus Motiven wie „neues erleben“, Status und verstärkt Erholung stark an Bedeutung. Verreist wird in kleinen Gruppen, teils Freunden, teils Familie. In Europa stand lange Zeit, die Besichtigung von bekannten Points of Interest im Fokus. Spätestens seit der Corona-Pandemie kam starkes Interesse an (leichter) Bewegung im Freien, sowohl im Sommer wie im Winter hinzu. Essen und Trinken sind als Interessensthemen und Postingmotive ständige Begleiter. Individualität und Authentizität („Das hab nur ich erlebt!“) sind wichtige Treiber bei der Urlaubsgestaltung, einerseits, um aus der Masse auszubrechen, andererseits als (digitales) Statussymbol.

Die Customer-Journey findet beinahe ausschließlich digital statt (Inspiration, Empfehlungen, Information, Buchung, Bewertung etc.). Dies geschieht auf Plattformen wie WeChat, Weibo, Douyin oder Xiaohongshu („Little Red Book“), die sich in Handhabung und Funktionalität meist stark von den im Westen gängigen Social-Media-Plattformen unterscheiden.

  • Smalltalk wird gern angenommen - weltanschauliche Themen eher meiden.

  • Chinesen trinken immer warmes / heißes Wasser.

  • In China gibt man kein Trinkgeld - auch auf Reisen nicht immer üblich.

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