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Markt Schweiz

Die Schweiz zählt zu den Top-Quellmärkten für Österreich.

2025 wurden 4,34 Mio. Nächtigungen erzielt (-1,3 % ggü. 2024), bei gleichbleibenden Ankünften (1,35 Mio.). Insgesamt ist die Schweiz der drittwichtigste ausländische Herkunftsmarkt. Die Saisonverteilung ist leicht sommerlastig (Sommer 56 %, Winter 44 %).

Die abgeschlossene Wintersaison 2025/26 blieb mit 1,88 Mio. Nächtigungen (-0,7 %) und 572.400 Ankünften (+0,5 %) leicht unter dem Vorjahr – und damit hinter dem österreichischen Gesamtmarkt, der mit 74,23 Mio. Nächtigungen (+2,5 %) eine Rekordwintersaison verzeichnete.

In der laufenden Sommersaison 2026 liegt der Markt Schweiz wieder im Plus: Von Mai bis Juli 2026 wurden 1,24 Mio. Nächtigungen (+2,7 %) und 402.600 Ankünfte (+3,5 %) erzielt.

Der Marktanteil Schweizer Nächtigungen an allen Nächtigungen in Österreich lag von Mai bis Juli 2026 bei 2,9 % und im Winter 2025/26 bei 2,5 %.

Insgesamt ist die Schweiz ein sehr reisefreudiger Markt: 2024 unternahm jede in der Schweiz wohnhafte Person (ab 6 Jahren) durchschnittlich 2,9 Reisen mit Übernachtung. Dies entspricht 23,8 Mio. Reisen mit Übernachtungen bei rund 9,1 Mio. Einwohner:innen.

Über ein Drittel der Reisen mit Übernachtungen sind Inlandsreisen (35 %), 37 % der Reisen gehen in die Nachbarländer und 28 % gehen in das restliche Europa und den Rest der Welt.

Quellen: Statistik Austria (Herkunftsland „Schweiz und Liechtenstein“); Bundesamt für Statistik (BFS)

Aktuelles

25.03.2026

Kulinarikstudie 2026: Zentrale Erkenntnisse für den Markt Schweiz

Die Schweiz ist der reifste der untersuchten Märkte (DE, NL, BEL, CH): Mit 84 % Besuchsanteil und hoher Wiederkehr ist Österreich hier besonders stark verankert. Auch das kulinarische Image ist deutlich besser als in den Niederlanden und Belgien und liegt vor Deutschland im Spitzenfeld.

Kulinarik spielt für Schweizer Gäste eine größere Rolle als in Deutschland und den Niederlanden und ist auf ähnlichem Niveau wie in Belgien. Gleichzeitig gilt – wie in allen Märkten –: Sie ist meist ein Zusatznutzen und selten der Hauptreisegrund.

Auffällig ist die hohe Qualitätsorientierung: Die Schweiz ist der klar stärkste Premium- und Gourmetmarkt (z. B. höchste Michelin-Erfahrung und Zahlungsbereitschaft). Österreich punktet hier besonders mit Gastfreundschaft, Regionalität und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Herausforderung im Vergleich: Während Österreich in der Schweiz bereits gut positioniert ist, fehlt – wie in allen Märkten – die Wahrnehmung der kulinarischen Vielfalt und Innovationskraft über Klassiker hinaus.

Fazit: Die Schweiz bietet die besten Voraussetzungen, um Österreich gezielt als hochwertige und vielfältige Kulinarikdestination weiter zu profilieren.

Quelle: ÖW Kulinarikstudie 2026; Befragungsland: Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweiz; N= jeweils 1.000

Markt-Insights

Das Wichtigste zum Markt Schweiz

Reisevolumen

  • 2024 unternahm jede in der Schweiz wohnhafte Person (ab 6 Jahren) durchschnittlich 2,9 Reisen mit Übernachtung.

  • Gesamt entspricht dies 23,8 Mio. Reisen mit Übernachtungen. 

  • Höhere Werte gibt es bei Frauen (3,1 Reisen), Personen im Alter von 25-44 Jahren (3,5 Reisen) und Deutschschweizer:innen (3,2 Reisen).

  • 42 % dieser Reisen dauerten 1-3 Übernachtungen, 32 % 4-7 Übernachtungen; 18 % 8-14 Übernachtungen.

Quellen: Bundesamt für Statistik: Reisen der Schweizer Wohnbevölkerung 2024.

Herkunftsregionen

Zürich 20 %

St. Gallen 14 %

Aargau 12 %

Bern 10 %

Thurgau 7 %

Buchungsverhalten nach Österreich

  • 74 % der Schweizer Gäste buchen direkt in der Unterkunft

  • 12 % der Unterkunftsbuchungen erfolgten via Internet-Reiseportale/ Buchungsplattformen bzw. Reisebüro/-veranstalter im Internet

  • 4 % der Gäste aus der Schweiz haben ihre Unterkunft in Österreich im Reisebüro (nicht Internet) gebucht.

Quelle: T-MONA Tourismusjahr 2024

Buchungsplattformen

  • Booking.com

  • Expedia Group (z.B. Expedia, Hotels.com, Ebookers)

  • HRS

  • Airbnb

  • Interhome

Reisezeiten & Ferienstruktur

  • Die Saisonverteilung ist leicht sommerlastig: 56 % Sommer, 44 % Winter

  • Nächtigungsstärkste Monate: Nr. 1 Juli, Nr. 2 Februar, Nr. 3 Jänner

  • Beliebte Auslandsreisezeit Herbst: September und Oktober machen 34 % der Sommer-Übernachtungen aus

  • Sehr entzerrte (Schul-)Ferienzeiten – sowohl kantonal als auch über das Jahr – bieten gutes Potenzial für Saisonverlängerung bzw. unterstützt die Ferienordnung eine Saisonentzerrung

Quelle: Statistik Austria

Mitbewerberdestinationen

Heimmarkt Schweiz: Im Winter ist die Schweiz selbst Nr. 1 Reiseziel der Schweizer:innen, im Sommer Platz 2.

Deutschland: Beliebt sind vor allem die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern sowie Städte wie München, Berlin, Hamburg.

Frankreich, Italien und Spanien: Diese Länder erfreuen sich jeweils größerer Beliebtheit als Österreich, ihr touristisches Angebot lässt jedoch kaum mit Österreich vergleichen. Ausnahme: Südtirol: Seit Covid bessere Entwicklung als Österreich, Sommer zuletzt jedoch stagnierend.

FAQ

Folgende Imagewerte werden mit Urlaub in Österreich in Verbindung gebracht:

  1. Landschaftlich reizvoll

  2. Den Traditionen verbunden

  3. Gastfreundlich

  4. Von hoher Qualität

  5. Erholsam und entspannend

  6. Engagiert gegenüber Gästen

  7. Natürlich und naturbelassen

  8. Kulinarisch genussvoll

  9. Authentisch

  10. Attraktives sportliches Angebot

Fazit: Urlaub in Österreich wird vor allem mit landschaftlichem Reiz, Traditionen und Gastfreundschaft in Verbindung gebracht. Die Werte „unbeschwert“ und „modern und zukunftsgerichtet schaffen es nicht in die Top 10 – hier hat Österreich Aufholbedarf. Bei Österreichs Top-Werten „landschaftlich reizvoll“ und „von hoher Qualität“ erzielt die Schweiz selbst noch höhere Ergebnisse.

Quelle: Markenmessung 2024

  • Bahn:

Direkte Bahnanbindung nach Österreich alle zwei Stunden ab Zürich HB. Direkte Tages- und Nachtzugverbindungen nach Wien und Graz. Seit 14. Juni 2026 verkehrt auf der Nachtzugverbindung Wien–Zürich die neue Nightjet-Generation mit mehr Komfort und Privatsphäre. Die ÖBB zeichnen sich durch eine hohe Pünktlichkeitsrate aus.

Einschränkungen durch Bauarbeiten bleiben ein Thema – kritisch vor allem, wenn sie in Schweizer Ferienzeiten fallen:

Laufend bis Mitte Oktober 2026: Bauarbeiten zwischen Feldkirch und Buchs. Railjet-, Eurocity- und Nachtzugverbindungen werden über St. Margrethen und St. Gallen nach Zürich umgeleitet.

Jänner bis Juni 2027: Sperrung des großen deutschen Ecks – die wesentlichste Einschränkung der nächsten Jahre.

Aktuelle Details zu Schienenersatzverkehr und Umleitungen: ÖBB-Baustellenkalender und SBB-Information „Bahnreisen Österreich“.

  • Flug:

Sehr gute Anbindung Wiens von Zürich aus mit mehreren Tagesverbindungen. Weitere Direktflüge von Genf und Basel nach Wien sowie von Zürich nach Graz.

Daneben fehlende Flugverbindungen in die weiteren Bundesländer. Kärnten kann über Ljubljana erreicht werden; für die italienischsprachige Schweiz (Tessin) kommt der Direktflug Mailand-Wien in Frage.

Die Schweizer Medienlandschaft 2026 wird von vier großen Verlagshäusern geprägt:

Die TX Group (ehemals Tamedia) vereint unter ihrem Dach den Tages-Anzeiger, die Berner Zeitung, den Bund, 24 heures und Le Matin (nur online) sowie 20 Minuten. Die tägliche Printausgabe von 20 Minuten wurde Anfang 2026 nach 25 Jahren eingestellt – die Marke erscheint seither ausschließlich digital. Verbunden damit waren der Abbau von rund 80 Vollzeitstellen, die Zusammenlegung der Redaktionen Deutschschweiz und Romandie sowie die Schließung mehrerer Regionalbüros. Die Zahl der real erreichbaren Redaktionen hat sich damit reduziert.

Die NZZ-Mediengruppe konzentriert sich auf Qualitätsjournalismus mit der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ am Sonntag und Fachpublikationen wie der NZZ Business Times.

CH Media, ein Zusammenschluss von AZ-Medien und NZZ-Regionalmedien, betreibt über 70 Marken, darunter Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt, die Schweiz am Wochenende sowie das Onlineportal Watson, ergänzt durch Radio- und TV-Sender.

Die Ringier-Gruppe ist stark im Boulevard- und Magazinsektor verankert, mit Blick, SonntagsBlick, Schweizer Illustrierte, Glückspost und Bilanz, und investiert parallel in digitale Plattformen und internationale Beteiligungen.

Zusammen bilden diese vier Konzerne das Rückgrat der Schweizer Medienlandschaft, die sich dynamisch in Richtung Digitaljournalismus und datengetriebene Mediennutzung entwickelt.

20–25 nationale/überregionale Medien mit regelmäßiger Reiseredaktion

Neben diesen großen Verlagshäusern gibt es in der Schweiz eine außergewöhnlich breite Vielfalt an Special-Interest-Medien, Fachzeitschriften, Tages- und Regionalzeitungen sowie Vereins- und Verbandszeitungen, die teils mit hohen Auflagen erscheinen und spezifische Zielgruppen in Bereichen wie Freizeit, Konsum, Kultur, Sport, Tourismus oder Politik ansprechen – ein Zeichen der ausgeprägten publizistischen Vielfalt im Land.

Bedeutung der Medien für die Kommunikation:

Rund 20 % der Schweizer Reisenden lassen sich von Reisemagazinen (Print und Online) für ihren Urlaub inspirieren.

Die Generation Z macht rund 15 % der Schweizer Bevölkerung aus. Sie ist digital aufgewachsen, ständig online und geprägt von Themen wie Social Media, Klimabewegung und KI. Reiseerlebnisse sind für sie ein Luxus, den sie sich leisten, um die Erlebnisse mit Freunden und Familie zu teilen.

Was erwartet Gen Z vom Reisen?

  • Snackable Trips: Kürzere, dafür häufigere Reisen (Ø 6,5 Tage, 3x pro Jahr)

  • Erlebnisse abseits der Masse: Abenteuer, Natur, Städtereisen und Kulinarik sind weiterhin relevant, aber müssen neu erzählt werden.

  • Spontan, flexibel, digital: Reiseentscheidungen sind oft kurzfristig, Buchungen erfolgen mobil.

  • Teilbare Momente: Social Media als zentrales Reisebegleitmedium.

  • Nachhaltigkeit: Wird vorausgesetzt, ist aber kein Entscheidungskriterium.

Wie erreicht man sie?

  • Inspirationsphase ist entscheidend: 70 % treffen ihre Entscheidung bereits zu Beginn – online.

  • Social Media only: TikTok, Instagram & Streaming statt klassischer Werbekanäle.

  • Influencer Marketing: Authentizität zählt – besonders durch Micro- und Nano-Influencer.

  • Dialog & Ko-Kreation: Inhalte sollen natürlich wirken und echte Geschichten erzählen.

  • KI als neuer Inspirationskanal: 21 % der Schweizer:innen nutzen KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot für Reiseinspiration und -planung, bei den unter 45-Jährigen sind es 29 %. Charakteristisch für den Markt: Schweizer Reisende setzen KI vor allem zur Inspiration ein, während in Deutschland bereits stärker geplant und gebucht wird. Für die Sichtbarkeit Österreichs heißt das: Inhalte müssen auch von KI-Systemen gefunden und korrekt wiedergegeben werden.

  • Persönlicher Kontakt ist wichtig. Zeig dich als Gastgeber.

  • Gäste bei Begrüßung und Verabschiedung mit Namen ansprechen.

  • Bearbeite Anregungen und Beschwerden aufmerksam.

Weiterführende Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden sich hier:

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Eine Übersicht über alle relevanten Zahlen zum Markt

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